Beiträge von Cantona7

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    Ist damit das o.g. Zitat nicht automatisch hinfällig. Bzw wenn es von Lieberknecht gewünscht ist, lag es da dann nicht an der Umsetzung durch die Spieler, oder denkst du Lieberknecht hat dazugelernt.

    Das ist tatsächlich eine sehr gute Frage. Ob es letztlich Lieberknechts bevorzugte Taktik war oder ob die Spieler seine Vorstellungen einfach nicht richtig umsetzen konnten, werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Fakt ist aber, dass sich zur neuen Saison offenbar etwas verändert hat bzw. sich gerade in eine Richtung entwickelt, die mir persönlich sehr gut gefällt und die ich mir schon länger gewünscht habe.


    Ich musste mich deshalb zwangsläufig auch immer wieder selbst hinterfragen und mir die Frage stellen, warum es an anderen Standorten wie Elversberg, Paderborn oder jetzt auch Karlsruhe deutlich schneller und besser mit einer Änderung oder Erweiterung des Spielstils zu funktionieren scheint. Vor allem frage ich mich, warum die dortigen Trainer offenbar so schnell einen spürbaren Einfluss auf ihre Mannschaften nehmen können, während es bei uns offenbar fast zwei Jahre gedauert hat - in der schnelllebigen Zeit heute, eine gefühlte Ewigkeit die viele Clubs ihren neuen Übungsleitern überhaupt nicht mehr einräumen (können).


    Eine wirklich zufriedenstellende Antwort darauf habe ich nach wie vor nicht gefunden. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die Kaderstruktur dabei eine größere Rolle spielt, als man zunächst denkt. Bei Hertha ist es aktuell ähnlich, Nürnberg geht ebenfalls in diese Richtung. Alle Mannschaften hatten beziehungsweise haben große Umbrüche im Sommer hinter sich und wurden von vielen „Experten“ bereits als mögliche Enttäuschungen der Saison gesehen. Bislang zeigt sich allerdings eher das Gegenteil. Vielleicht liegt genau darin ein Teil der Erklärung: Wenn sich eine Mannschaft in kurzer Zeit neu finden und eine gemeinsame Identität entwickeln muss, kann das unter Umständen auch zusammenschweißen und dafür sorgen, dass die Spieler schneller als Einheit auftreten.


    Trotzdem sollte man natürlich abwarten, wie nachhaltig diese Entwicklung beim FCK tatsächlich ist. Ich glaube außerdem, dass wir mit Darmstadt am vergangenen Samstag einen der dankbarsten Gegner erwischt haben, die uns in dieser frühen Saisonphase begegnen konnten. Dort läuft momentan einfach noch sehr wenig zusammen, weshalb man das Ergebnis und die Entwicklung vielleicht auch ein Stück weit einordnen muss. Wie schon gesagt, die nächste sportliche „Standortbestimmung“ wartet am kommenden Samstagmittag, mit dem traditionell schweren Auswärtsspiel in Magdeburg auf uns.

    Es gibt halt neben der Spielweise noch einen anderen Aspekt: Wir haben am Samstag in den ersten 20–30 Minuten bspw. wieder verstärkt über die Flügel „operiert“, da jagte oft ein unnötiger Seitenverlagerungsversuch den nächsten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das zum von Lieberknecht selbst gewünschten "variablen Spiel" gehört – gerade bei einem doch recht durchwachsenen Außenverteidigerpärchen wie Lannert/Petretta auf Seiten der Gäste.


    Danach hat die Mannschaft aber zunehmend auf kurze Pässe gesetzt und versucht, sich über Kombinationen in den Strafraum zu arbeiten. Das war im Vergleich zur ersten halben Stunde bzw. der „Abtastphase“ ein deutlich anderer Ansatz: Man kam nicht mehr so sehr über die Außen und Seitenverlagerungen, sondern versuchte häufiger, sich durch Kombinationen ins letzte Drittel zu spielen. Man hat also im Spiel selbst auf den Ball, den Gegner und das eigentliche Spielgeschehen reagiert, anstatt stur an einem vorgegebenen Muster festzuhalten. Genau diese Anpassungsfähigkeit ist mir am Samstag sehr positiv in Erinnerung geblieben.


    Natürlich ist es gut, wenn wir unser Offensivspiel variabel aufziehen, und es ist auch klar, dass längst noch nicht alles funktioniert. Ich erkenne darin aber durchaus das Bemühen, unserem Angriffsspiel mehrere Facetten zu verleihen. Dazu gehört auch die Dribblingstärke eines Tazemeta oder eines Kanaté, auch wenn es bei ihm teilweise noch ein wenig „wild“ wirkt. Fun Fact: Tazemeta führt aktuell sogar die Tabelle der erfolgreichen Dribblings pro 90 Minuten in der 2. Liga mit weitem Abstand an.


    Das sind für mich alles deutlich erkennbare Fortschritte zum letzten Jahr bzw. zu dem von uns oft kritisierten „Schema F“ in unserer Spielanlage und dem berühmten „Hoch & Weit“ unter Lieberknecht. Und genau das beruhigt mich – zusammen mit der deutlich verbesserten und stabileren Abwehr – aktuell sogar mehr als der Blick auf die Tabelle. Mehr habe ich mir, um ehrlich zu sein, zur neuen Saison überhaupt nicht gewünscht. Ich bin deshalb sehr gespannt, wo diese Entwicklung noch hingehen wird.

    Ich erkenne die bisherige Verbesserung in unserer Spielanlage durchaus an und zolle deshalb auch TL einen gewissen Respekt. Wenn wir uns an Hengens Aussagen bei der Saisonanalyse der vergangenen Spielzeit zurückerinnern, war dort ja auch von einem Spiel mit „mehr Lösungen im Ballbesitz gegen tiefstehende Mannschaften“ die Rede. Genau das haben die Jungs am vergangenen Samstag wirklich sehr gut umgesetzt.


    Entsprechend muss man allerdings auch die Lilien einpreisen, die am Samstag eine der schlechtesten Mannschaften gewesen ist, die seit unserem Aufstieg auf den Berg gepilgert sind. Das soll unsere gute Leistung überhaupt nicht schmälern, gehört aber ebenso zur „Geschichte“ dieses Spieltags.


    Deshalb ist für mich persönlich das kommende Auswärtsspiel in Magdeburg eine der schwierigsten bzw. unbequemsten Standortbestimmungen. Ich habe die Mannschaft gestern im Auswärtsspiel in Berlin gesehen und muss ehrlich sagen, dass sich auch dort einiges in die richtige Richtung zu entwickeln scheint – trotz der unglücklichen 1:2-Niederlage.


    Wenn wir dort ebenfalls punkten oder zumindest an die gute Leistung des vergangenen Samstags anknüpfen können, wäre das für mich ein weiterer ziemlich deutlicher Hinweis darauf, dass sich bei uns tatsächlich etwas entwickelt - auch mit einer gewissen Nachhaltigkeit. Die anschließende Länderspielpause käme dabei sicherlich nicht ungelegen, um diese Entwicklung weiter voranzutreiben.

    Richtiges Kacklos, vor allem schon wieder auswärts.


    Wenn ich allerdings wüsste, dass Schlafmützen-Tomiak gegen uns ein ähnliches Gastgeschenk auspacken wird, wie beim 1:1 durch Fukuda am vergangenen Freitagabend, nehme ich H96 auswärts gerne.


    Außerdem habe ich gestern gelesen, dass Hannover seit mittlerweile sechs Monaten ohne Heimsieg sein soll. Wenn das tatsächlich der Wahrheit entspricht, könnte für uns auch in Niedersachsen etwas drin sein - auch wenn der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze hat.

    Ich persönlich bin immer noch der Meinung, dass uns ein weiterer kreativer Spieler für das offensive Mittelfeld gutgetan hätte.


    Auch wenn es die Verantwortlichen offenbar anders sehen, betrachte ich einen Neuzugang wie Sauer eher als ballschleppenden Achter bzw. Box-to-Box-Spieler und weniger als klassischen Zehner.


    Wenn TL beim aktuellen System mit zwei nominellen Zehnern bleibt und nicht auf einen Zwei-Mann-Sturm umstellt, hätte ich mir schon in der Sommerpause einen Spieler wie Immanuel Pherai gewünscht. Gerade mit seiner Dynamik, seiner technischen Qualität und seiner Fähigkeit, zwischen den Linien aufzutauchen, hätte er unserem Spiel meiner Meinung nach eine zusätzliche Komponente gegeben.


    Ritter hat, denke ich, nicht mehr als 60 Minuten im Tank. Und ganz ehrlich: Ein moderner, progressiver Zehner ist er für mich auch nicht. Er kann seine Qualitäten und genialen Einzelmomente zweifellos noch einbringen, aber gerade wenn wir dauerhaft mit zwei Zehnern spielen wollen, fehlt mir auf dieser Position ein Spieler, der mit Tempo, Dynamik und Vertikalität regelmäßig für neue Impulse sorgt.


    Pherai hätte ich diese Rolle definitiv zugetraut. Er hat bei seiner Leihe nach Elversberg einen guten Eindruck hinterlassen und gezeigt, dass er auf diesem Niveau durchaus den Unterschied machen kann. Vor dem Hintergrund des o.g. Artikels glaube ich nicht dass er beim HSV mit großen Einsatzzeiten rechnen kann und nun (leider) einen Wechsel oder eine Leihe ins Ausland forcieren wird wo das Wechselfenster noch nicht geschlossen ist.

    Haas Haas
    Rasmussen Rasmussen
    Yardimci Yardimci
    Sahin Sahin
    Ritter Ritter
    Gyamfi Gyamfi
    Krahl Krahl
    Kunze Kunze
    Tazemeta Tazemeta
    Elvedi Elvedi
    Joly Joly


    Ich hatte ja irgendwie die Hoffnung, dass Schramm für Kunze in die Startelf rückt, aber leider scheint er aktuell doch wieder deutlicher von der Profimannschaft entfernt zu sein, als es seine sehr gute Schlussphase zum Ende der letzten Saison hätte vermuten lassen. Schade, da hätte man auf der gestrigen PK ruhig mal nachfragen können. Ich kann aber auch verstehen, dass Kunze im System unseres Trainers als personifizierte "Holding-Six" eine wichtige Rolle einnimmt, von daher: alles gut.


    Wenn ich allerdings einen anderen "Wunsch" für morgen frei hätte, würde ich auf Berisha in der Startelf verzichten. Vielleicht stehe ich mit dieser Meinung auch ziemlich alleine auf der Lichtung, aber für mich macht er nach wie vor nicht den Eindruck, als wäre er der Unterschiedsspieler, den man sich von ihm erhoffen dürfte. Gerade nach einer kompletten Sommervorbereitung hätte ich eigentlich erwartet, dass er inzwischen deutlich spritziger und dynamischer auftritt. Das sehe ich bislang allerdings überhaupt nicht.


    Woran das letztlich liegt, kann ich natürlich nicht beurteilen. Systemfrage oder persönliche Form beziehungsweise Einstellung – ich glaube, die Wahrheit liegt hier irgendwo in der berühmten Mitte. Gerade weil er selbst vermutlich einen gewissen Anspruch an sich haben dürfte, sind mir seine bisherigen Leistungen aber schlicht zu wenig. Dafür reicht eigentlich schon wieder ein Blick auf seine Körpersprache, die auf mich häufig alles andere als positiv wirkt – auch letzte Woche nach seiner Einwechslung auf St. Pauli.


    Ich würde deshalb viel lieber einem der jungen Wilden die Chance geben. Eine Doppelspitze aus Yardimci und Tazemta würde ich beispielsweise sehr gerne mal sehen. Gerade Tazemta dürfte nach seinem ersten Profitor ordentlich Selbstvertrauen getankt haben – vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, ihm mehr Verantwortung zu geben.


    Darmstadt fällt mir dagegen ziemlich schwer einzuschätzen. Gefühlt wurde dort im Sommer nahezu die komplette Mannschaft und insbesondere die Offensive ausgetauscht. Deshalb wäre es sicherlich ein Fehler, die Darmstädter allein anhand ihres aktuellen Tabellenstands zu beurteilen.


    Was sie können, haben sie schließlich bereits gezeigt: Gegen Kiel haben sie einen 0:2-Rückstand noch in ein 2:2 gedreht. Und vergangene Woche haben elf Hannoveraner gegen zehn tapfere Darmstädter immerhin einen Elfmeter gebraucht, um überhaupt Punkte vom Bölle mit nach Niedersachsen zu nehmen. Von daher dürfte uns morgen trotz der bisherigen Ergebnisse eine ziemlich unangenehme Aufgabe erwarten, auch wenn wir ein Heimspiel vor der Brust haben.


    Ich bin trotzdem optimistisch und tippe ganz minimalistisch auf ein 1:0 für den 1. FCK. Mehr muss es morgen ja auch gar nicht sein.

    Das wäre wohl für alle Beteiligten sehr wahrscheinlich die beste Lösung, an ein Comeback von Mause glaube ich nach den ganzen Vorgeschichten jedenfalls nicht mehr - auch nicht bei/in unserer U21.


    Falls es tatsächlich zu einem Wechsel kommen sollte: Alles Gute und viel Erfolg in Köln.

    Mir macht Yardimcis Fitnesszustand ehrlich gesagt einige Sorgen – wirklich „rund“ sieht das momentan irgendwie nicht aus.


    Ein Spieler wie er lebt von seiner Fitness und seiner Konstitution, gerade bei seinem Anlaufverhalten, wenn er die gegnerische Abwehrreihe immer wieder anläuft, presst und stresst.


    Gestern musste er nach 45 Minuten vom Platz genommen werden. Auch im Pokalspiel gegen Mannheim ist mir bereits aufgefallen, dass er nach dem zweiten Sprint ordentlich am Pumpen war.


    Mysteriös ist für mich vor allem, dass mir das in seiner Zeit in Braunschweig in der vergangenen Saison überhaupt nicht aufgefallen ist. Von einer Verletzung über die Sommerpause oder einem Trainingsrückstand ist mir ebenfalls nichts bekannt.


    Hoffen wir deshalb, dass diese Problematik intern wirklich auf dem Schirm ist und die entsprechende Diagnostik bereits im Hintergrund läuft. Zumal unser Trainer – abgesehen von „fehlenden Kräften“ – gestern bislang auch keine wirkliche Erklärung geliefert hat.

    Im ersten Bundesligaspiel der Vereinshistorie überhaupt, führt die SV Elversberg nach rund 60 Spielminuten mit 3:0 gegen Bayer 04 Leverkusen.


    Klar, es handelt sich um den allerersten Spieltag und die Saison ist noch jung, dennoch fühle ich mich in meiner persönlichen Prognose bestätigt, dass einige arrivierte Bundesligisten noch Probleme mit den vermeintlich „kleinen“ Saarländern bekommen werden.


    Der Fußball, der dort unter einem Trainer wie Wagner gespielt wird, ist meiner Einschätzung nach einfach zu gut/modern/mutig um direkt wieder den Gang in die Zweitklassigkeit anzutreten. Ich bin äußerst gespannt wie das Ganze nach 34. Spieltagen aussehen wird.

    Wer ist den schwach in dieser Liga? Fürth, die heute beeindruckend in Cottbus gewonnen haben oder Osnabrück die gestern drei Punkte aus Bochum mitgenommen haben. Ich glaube dass die Zeit von stärkeren/schwächeren Teams in dieser Spielklasse schon lange vorbei ist.