Beiträge von Dirk

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    Diskussionsthema zum Artikel: Betze daheim: „Offene Rechnung begleichen”


    Betze daheim: „Offene Rechnung begleichen”

    Spitzenspiel zur Primetime: Im Spiel gegen die umschalt- und passstarken Elversberger wird der FCK Geduld und eine starke Defensive brauchen. Lieberknecht setzt dabei auf den Lerneffekt.


    Nach dem überzeugenden Auftritt in Gelsenkirchen wartet mit der SV Elversberg direkt das nächste Topspiel in der 2. Bundesliga auf den 1. FC Kaiserslautern. Die Saarländer mussten nach zuletzt drei Partien ohne Sieg zwar einen kleinen Dämpfer im Aufstiegsrennen hinnehmen und liegen nur noch vier Punkte vor den Roten Teufeln, dennoch führen sie das Verfolgerfeld hinter dem Spitzentrio Schalke, Darmstadt und Paderborn weiter an.


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    In der Offensive zählen beide Teams zu den treffsichersten Mannschaften der Liga, wenngleich Elversberg durch den Winterabgang von Torjäger Younes Ebnoutalib zu Eintracht Frankfurt einen wichtigen Faktor verloren hat. Für FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht bleibt das Duell ein Nachbarschaftsvergleich auf Augenhöhe. Gestützt auf die zuletzt gezeigten Leistungen seiner Mannschaft erwartet er ein intensives und hochklassiges Spiel, wie er auf der Spieltags-Pressekonferenz betont.

    Wollen drei Punkte hierbehalten


    „Elversberg hat sich seine aktuelle Platzierung absolut verdient. Sie sind ein sehr ernstzunehmender Konkurrent, der aus seinen Möglichkeiten und seinem Umfeld das Optimum versucht, herauszuholen und genießt einen hohen Respekt“, stellt der FCK-Coach im Rahmen der Medienrunde klar. Die Mannschaft aus dem Saarland zeichne sich durch ein gutes Positionsspiel aus, verfüge über ein schnelles Umschaltspiel und könne ein Spiel über einen längeren Zeitraum kontrollieren, führte Lieberknecht weiter aus.


    Nichtsdestotrotz müsse sich seine Mannschaft nicht verstecken, was nicht zuletzt daran liege, dass die Roten Teufel gerade auf dem Betzenberg regelmäßig zu punkten wüssten. „Wir haben nach dem Hinspiel eine Rechnung offen, die wir begleichen wollen. Wir haben ein Heimspiel und wollen drei Punkte hierbehalten“, gibt der Lautrer Übungsleiter die Marschrichtung klar vor.

    Trübsal blasen nicht angebracht


    „Ein Samstagabendspiel ist immer ein Highlight. Wir werden gegen Elversberg eine Topleistung abrufen müssen. Wir wollen versuchen, Kontersituationen zu unterbinden, in der Restverteidigung gut zu stehen und unser Spiel auf den Platz zu bringen“, schöpft Lieberknecht aus dem gelungenen Rückrundenstart Hoffnung, auch im dritten Spitzenspiel in Folge nicht als Verlierer vom Platz gehen zu müssen. „Nach dem Spiel auf Schalke war natürlich Enttäuschung da, aber wir nehmen die Dinge mit, die uns in dem Spiel ausgezeichnet haben, und wollen daraus Stärke ziehen, statt Trübsal zu blasen“, blickt er auf die letzte Partie zurück und hofft auf einen Lerneffekt bei seiner Mannschaft.

    Stadion fast voll – knapp 5.000 Saarländer zu Gast in der Pfalz


    Aus den bekannten Gründen muss Torsten Lieberknecht auf Avdo Spahic, Mahir Emreli und Jisoo Kim verzichten. Alle anderen Spieler stehen dem Trainerteam zur Verfügung.


    Anpfiff der Partie ist am Samstag um 20:30 Uhr. Im Fritz-Walter-Stadion werden mindestens 48.349 Fans erwartet, darunter 4.543 aus dem Saarland.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Betze auswärts: Schlechtes Spiel mit drei Punkten?


    Betze auswärts: Schlechtes Spiel mit drei Punkten?

    Schwere Hürde in Gelsenkirchen: Der FCK fordert den heimstarken Tabellenführer FC Schalke heraus. FCK-Coach Lieberknecht kann dabei personell fast aus dem Vollen schöpfen.


    Das erste Auswärtsspiel des neuen Jahres führt die Roten Teufel in die Veltins-Arena zum aktuellen Tabellenführer Schalke 04. Dort will die Mannschaft von Torsten Lieberknecht unter Beweis stellen, dass der gelungene Rückrundenauftakt gegen Hannover 96 kein Zufall war und der FCK tatsächlich gegen die Spitzenmannschaften der Liga konkurrenzfähig ist. Die Knappen wiederum hätten mit einem Heimsieg die Möglichkeit, einen ambitionierten Verfolger auf Distanz zu halten und ihre Position an der Tabellenspitze weiter zu festigen.


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    Schalke zieht seine große Stabilität vor allem aus der Defensive. Mit lediglich zehn Gegentoren stellen die Knappen unter Trainer Miron Muslic die beste Abwehr der Liga. Auf diese trifft am Sonntag eine Lautrer Offensive, die in dieser Saison ein zwiespältiges Bild abgibt. Zwar gehört der FCK mit insgesamt 32 Treffern zu den torhungrigsten Teams, auswärts stehen jedoch erst acht Tore zu Buche, was den zweitschlechtesten Wert der Liga darstellt.

    Crunchtime beginnt


    „Jetzt beginnt die Zeit, in der man als Mannschaft in der Spitzengruppe sehr viel verlieren kann. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir in Reichweite der Spitzengruppe spielen wollen. Das ist uns bisher gut gelungen und das wollen wir auch weiterhin schaffen“, führt FCK-Coach Torsten Lieberknecht im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz aus. „Die Schalker sind sehr stark und uns erwartet ein sehr intensives Spiel, in dem wir die Basics abrufen, tief verteidigen und immer wieder versuchen müssen, Nadelstiche zu setzen. Wenn wir ein offensiv ausgerichtet schlechtes Spiel machen, aber mit drei Punkten nach Hause fahren, bin ich zufrieden“, so Lieberknecht, der seine Mannschaft zwar vor einer intensiven Aufgabe sieht, aber auch um die Stärken der Roten Teufel weiß.

    „Kann in einer Dreierkette jede Position spielen“


    Ob Neuzugang Atanas Chernev, der unter der Woche auf Leihbasis vom portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora in die Pfalz wechselte, bereits in seinen Überlegungen eine Rolle spielt, lässt Lieberknecht derweil offen. „Atanas ist ein sehr kommunikativer Spieler, der vom ersten Tag an gezeigt hat, dass er Verantwortung übernehmen möchte. Er ist ein sehr gut geschulter und intelligenter Junge, der in einer Dreierkette jede Position spielen kann“, zeigt sich der FCK-Trainer mit der Verpflichtung des bulgarischen Innenverteidigers sehr zufrieden.

    „Wir verspüren keinen Druck, auf dem Transfermarkt noch einmal tätig werden zu müssen, halten unsere Augen und Ohren aber natürlich offen. Wenn unsere Spieler gesund bleiben – unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf Ivan Prtajin, von dem sehr viel abhängt – verfügen wir auf allen Positionen über eine Doppelbesetzung“, gibt Lieberknecht auf Nachfrage zudem Einblicke in die weiteren Pläne der aktuellen Transferperiode.

    Spahic fällt aus - Voller Gästeblock


    Die Langzeitverletzten Mahir Emreli und Jisoo Kim werden ebenso wenig wie Avdo Spahic, der sich eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hat, die Reise nach Gelsenkirchen mitantreten können. Alle anderen Spieler stehen ihrem Trainer zur Verfügung.


    Die Partie wird am Sonntag um 13:30 Uhr angepfiffen. Mindestens 6.187 Fans der Roten Teufel werden ihre Mannschaft in der Veltins-Arena unterstützen, womit das Gästekontingent an Tickets voll ausgeschöpft ist.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Hoffnung bei Prtajin - Bassette als Startelfoption?


    Hoffnung bei Prtajin - Bassette als Startelfoption?

    Zum ersten Spiel des Jahres empfangen die Roten Teufel Hannover 96. Das Lazarett lichtet sich allmählich: Auch Torjäger Ivan Prtajin könnte in diesem Spitzenspiel sein Comeback feiern.


    Zum Rückrundenauftakt der 2. Bundesliga empfängt der 1. FC Kaiserslautern Hannover 96 zu einem richtungsweisenden Duell. Die Niedersachsen überwinterten mit 29 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz und liegen damit vier Zähler hinter den begehrten Aufstiegsrängen. Der FCK folgt dicht dahinter. Mit nur zwei Punkten Rückstand befinden sich die Pfälzer in unmittelbarer Schlagdistanz zu den 96ern und könnten mit einem Heimsieg den Anschluss an die Spitzengruppe weiter festigen.


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    Für den FCK ist diese Begegnung der Auftakt zu einer Serie von vier Spielen gegen direkte Konkurrenten im Kampf um die vorderen Plätze. Cheftrainer Torsten Lieberknecht wertet dieses anspruchsvolle Programm jedoch als große Chance, nach einem durchwachsenen Jahresausklang wieder Tuchfühlung zur Tabellenspitze aufzunehmen und mit einem erfolgreichen Start in die Rückrunde neues Selbstvertrauen zu tanken.

    Vorbereitungszeit intensiv genutzt


    „Die Brisanz der nächsten vier Spiele liegt natürlich darin, dass wir auf Mannschaften treffen, die zu den Aufstiegsaspiranten zählen, was aber auch für uns gilt. Zunächst zählt aber das Spiel gegen den Brocken Hannover 96, mit den weiteren Spielen beschäftigen wir uns zu gegebener Zeit“, so der FCK-Trainer im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz.


    „Wir konnten alle Inhalte, die wir uns vorgenommen hatten, abarbeiten, was ein großer Verdienst unserer Greenkeeper ist. Egal ob Schnee oder Eis, wir hatten immer einen grünen Rasen, auf dem wir arbeiten konnten. Dafür möchte ich allen Beteiligten ein großes Lob aussprechen“, blickt er auf die kurze Winterpause zurück, die die Mannschaft in Kaiserslautern verbracht hat. „Mit dem Testspiel gegen den FC Zürich konnten wir zudem einen gelungenen Abschluss gegen einen starken Gegner bestreiten, der uns auch im Hinblick auf die Zweikampfstärke einiges abverlangt hat“, fügt er zufrieden hinzu.

    „Eins-gegen-Eins-Situationen besser lösen als zuletzt gegen Magdeburg“


    „Die Hannoveraner haben sowohl vor der Saison als auch jetzt gezeigt, wo sie sich leistungsmäßig selbst einordnen“, weiß Lieberknecht um die Stärke der Niedersachsen, die er zu den Topmannschaften der Liga zählt. „Am Sonntag wird es, wie so oft, auch auf die Tagesform der einzelnen Spieler ankommen. Wenn wir unsere Offensivwucht, die wir gerade hier auf dem Betzenberg schon öfter gezeigt haben, auf den Platz bringen und die Eins-gegen-Eins-Situationen besser lösen als zuletzt gegen Magdeburg, sehe ich uns in einer guten Ausgangssituation. Je mehr einzelne Spieler an ihre Topform herankommen, desto besser wird die Mannschaft“, zeigt er sich zuversichtlich, der Mannschaft von Christian Titz Paroli bieten zu können.

    Verletztenliste schrumpft – Prtajin möglicherweise dabei


    Simon Asta und Kenny Prince Redondo konnten zwar das Training wieder aufnehmen, ein Einsatz gegen Hannover kommt für sie aber noch zu früh. Alle anderen Spieler stehen ihrem Trainer zur Verfügung. Auch der zuletzt mit einem Muskelbündelriss ausgefallene Ivan Prtajin könnte eine Option darstellen, was sich jedoch erst kurzfristig entscheidet.


    Anpfiff der Partie ist am Sonntag um 13:30 Uhr. Im Fritz-Walter-Stadion werden mindestens 43.754 Fans erwartet, darunter 2.890 aus Hannover.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Betze-Check: Zwischen knallharter Analyse und vorsichtigem Optimismus


    Betze-Check: Zwischen knallharter Analyse und vorsichtigem Optimismus

    Trainerlegende Kalli Feldkamp, die Ex-Spieler Demir Hotic und Martin Wagner sowie die prominenten FCK-Fans Daniel Ferino, Jochen Magin und Marcel Reif beleuchten die aktuelle Betze-Lage.


    Der Winter ist vorbei, die Karten werden neu gemischt und wie so oft gehen beim 1. FC Kaiserslautern Erwartung und Ungewissheit Hand in Hand. Nach einer Hinrunde, die einmal mehr gezeigt hat, wie schmal der Grat zwischen Euphorie und Ernüchterung auf dem Betzenberg sein kann, richtet sich der Blick nun nach vorne. Was ist in der Rückrunde vom FCK zu erwarten? Reicht die Qualität im Kader, um die eigenen Ansprüche zu untermauern? Und welche Rolle spielen Mentalität, Umfeld und der ganz spezielle Betze-Faktor?


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    Um Antworten jenseits von Tabellenplätzen und Statistiken zu erhalten, haben wir unterschiedliche Stimmen zusammengebracht: Karl-Heinz Feldkamp, der als Trainer mit dem FCK Geschichte geschrieben hat, ordnet die sportliche Lage mit der Erfahrung vieler Jahrzehnte ein. Die ehemaligen FCK-Spieler Demir Hotic und Martin Wagner wissen aus eigener Anschauung, was es bedeutet, mit dem roten Teufel auf der Brust in entscheidende Saisonphasen zu gehen. Diese Perspektiven werden ergänzt durch die prominenten FCK-Fans Daniel Ferino, Jochen Magin und Marcel Reif, die den Klub seit Jahren eng begleiten und einen Blick von außen einbringen.

    „Erhebliche Qualitätsprobleme“ im aktuellen Betze-Kader

    Kalli Feldkamp, Meistertrainer von 1991

    „Mit der Vorrunde kann man insgesamt überhaupt nicht zufrieden sein. Gerade die Heimspiele waren teilweise desolat, ein Auftritt wie gegen Magdeburg darf in Kaiserslautern schlicht nicht passieren. Der FCK muss grundsätzlich in der Lage sein, Vereinen wie Elversberg, Paderborn oder Darmstadt klar die Stirn zu bieten. Wenn das nicht gelingt, ist das ein bedenkliches Zeichen. Im aktuellen Kader sehe ich erhebliche Qualitätsprobleme, zehn bis zwölf Spieler sind aus meiner Sicht nicht zweitligatauglich. In dieser Situation sollten sowohl Spieler als auch deren Berater ehrlich und selbstkritisch darüber nachdenken, ob ihre sportliche Zukunft tatsächlich beim FCK liegt.


    Unter Umständen wäre es sinnvoller, getrennte Wege zu gehen. Denkbare Auffangbecken für solche Spieler sehe ich eher in der 3. Liga oder sogar in der Regionalliga. Natürlich können Verträge nicht einfach von Vereinsseite gekündigt werden, aber man kann Arbeitsbedingungen verändern und klare Signale setzen, was dann auch durchaus schmerzhaft sein kann. Sollte der FCK am Ende lediglich zwischen Platz sieben und 14 landen, wäre das angesichts der Möglichkeiten, der Tradition und vor allem dieser Fans ein äußerst bitteres Ergebnis.“

    „Spielanlage zu durchschaubar

    Demir Hotic, als Spieler 1991 Meister und 1990 DFB-Pokalsieger mit dem 1. FC Kaiserslautern

    „Dem FCK fehlt aktuell die nötige Konstanz, um ganz oben dabei sein zu können. Das haben die Spiele in Braunschweig und Bielefeld, aber auch zuletzt gegen Magdeburg gezeigt. Insgesamt ist die Mannschaft noch nicht stabil genug, um den Schritt in die Bundesliga zu gehen. Zwar gibt es im Kader den ein oder anderen Unterschiedsspieler, in der Spielanlage ist das Team aber oft zu durchschaubar.


    Wichtig ist, dass man mutig bleibt und weiter versucht, Dinge umzusetzen – gerade auch bei der Einbindung eigener Nachwuchstalente. Der weitere Saisonverlauf hängt für mich ganz entscheidend vom Start in die Rückrunde ab. Gelingt es, gegen die vier sehr starken Gegner zum Auftakt gut zu punkten, kann es am Ende vielleicht sogar bis auf Platz drei gehen. Verschläft man diesen Start jedoch, landet man irgendwo zwischen Platz acht und zehn im Niemandsland der Tabelle.“

    Am Ende entscheidet auch der Wille“

    Martin Wagner, als Spieler 1998 Meister und 1996 DFB-Pokalsieger mit dem 1. FC Kaiserslautern

    „Die Mannschaft steht auf dem Tabellenplatz, den sie sich mit ihren bisherigen Leistungen verdient hat, und das ist aus meiner Sicht folgerichtig. Entscheidend ist nun, wie sie sich in der Rückrunde präsentiert. Optimistisch stimmt mich vor allem, dass sich der FCK jederzeit auf seine Fans verlassen kann. Diese Unterstützung gibt der Mannschaft Kraft, gerade in schwierigen Phasen.


    Die größten Herausforderungen sehe ich darin, mehr defensive Stabilität zu finden und eine größere Kontinuität in den Leistungen zu entwickeln. Zu oft wechseln sich gute und weniger gute Auftritte ab. Gelingt es dem Team, in diesen Punkten Fortschritte zu machen und die Zahl der Fehler zu reduzieren, ist tabellarisch vieles möglich. Am Ende entscheidet nicht allein die Qualität, sondern auch der Wille. Man muss es einfach mehr wollen als die Konkurrenz.“


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    Spiel teilweise zu wild“ und ohne erkennbares System

    Daniel Ferino, Graffiti-Künstler und „Betze-Sprayer“

    „Wenn die Mannschaft ihr volles Leistungsvermögen abruft, halte ich einen Platz im oberen Tabellendrittel für absolut möglich. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Auswärtsspiele genauso konsequent und überzeugend geführt werden wie die Heimspiele, in denen der FCK seine größte Stärke zeigt. Diese Auftritte auf dem Betzenberg stimmen mich auch am optimistischsten.


    Eine der größten Herausforderungen sehe ich in der taktischen Ausrichtung. In der Hinrunde war mir das Spiel teilweise zu wild, zudem fehlte es an Konstanz und an einem klar erkennbaren System. Außerdem sollte man im Wintertransferfenster darüber nachdenken, qualitativ nachzubessern, damit Einwechslungen die Leistung wirklich eins zu eins ersetzen können. Gelingt das, ist für mich am Ende ein Platz unter den Top fünf realistisch.”

    Bundesliga in den nächsten drei Jahren realistisch“

    Jochen Magin, anonymer Giddarischd

    „Sportlich habe ich ein sehr gutes Gefühl, weil die Mannschaft oft genug gezeigt hat, was in ihr steckt. Mit Nachwuchsspielern wie Gibs, Müller, Hofmeister, Haas und Robinson kommt neue Dynamik ins Team, mit Kamga und Heck zudem zwei vielversprechende junge Torhüter. Wichtig ist aber auch, dass es wirtschaftlich so stabil weitergeht wie in den letzten Jahren. Auf der JHV des e. V. wurde verkündet, dass die Mitgliederzahl auf über 39.000 gestiegen ist und ein großer Teil der Schulden abgebaut werden konnte. Das zeigt das starke Zusammenspiel der gesamten FCK-Familie.


    Die Synergie zwischen KGaA, e. V. und Fans ist der Schlüssel zum Erfolg. Auch wenn ich nicht an den direkten Aufstieg in dieser Saison glaube, hoffe ich darauf und sehe uns am Ende auf den Plätzen drei bis fünf. Die Rückkehr in die Bundesliga halte ich in den nächsten drei Jahren für realistisch. In Sachen Fankultur spielt der FCK ohnehin schon längst Champions League.“

    FCK kein ernsthafter Aufstiegskandidat“

    Marcel Reif, Kommentatorenlegende und ehemaliger Jugendspieler des FCK

    „Der 1. FC Kaiserslautern ist für mich eine Mannschaft, die im oberen Tabellendrittel mitspielen kann, aktuell aber kein ernsthafter Aufstiegskandidat ist. Dafür fehlt es noch an Konstanz und an der letzten sportlichen Reife, die es für den ganz großen Schritt braucht. Positiv ist, dass es dem Verein bislang gelungen ist, das Umfeld vergleichsweise ruhig zu halten – etwas, das in Kaiserslautern alles andere als selbstverständlich ist.


    Diese Ruhe war eine wichtige Grundlage für die bisherige Entwicklung und sollte unbedingt bewahrt werden. Wenn es dem FCK gelingt, diesen Weg fortzusetzen und sich nicht von kurzfristigen Ergebnissen oder Erwartungen treiben zu lassen, kann sich die Mannschaft weiter stabilisieren. Entscheidend wird sein, dass Geduld und Maß im Umfeld erhalten bleiben, denn nur dann kann sportlich nachhaltig gearbeitet werden.“


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Lieberknecht: „Diese Erwartungshaltung ist Teil des Vereins“


    Lieberknecht: „Diese Erwartungshaltung ist Teil des Vereins“

    Im zweiten Teil unseres Interviews spricht Torsten Lieberknecht über die Qualität der zweiten Reihe, sportliche Perspektiven möglicher Abgänge und seinen Umgang mit persönlicher Kritik.


    Im ersten Teil unseres Interviews mit FCK-Trainer Torsten Lieberknecht haben wir mit dem Ur-Pfälzer über sein Fazit zur Vorrunde, Verbesserungspotenzial in der Spielausrichtung sowie die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen gesprochen. Im zweiten Teil spricht der 52-Jährige über die Breite des Kaders, das Nachwuchsleistungszentrum des FCK und die Erwartungshaltung der Fans.


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    „Wollen den Kader aufwerten“


    Treffpunkt Betze: Auch wenn der Kader nach der Rückkehr von Spielern wie Ivan Prtajin, Simon Asta, Mahir Emreli, Jisoo Kim oder Kenny Redondo breit aufgestellt ist, wurde in der Hinrunde selbst bei Siegen mehrfach deutlich, dass die Einwechselspieler das Leistungsniveau der Startelf nicht immer halten konnten. Siehst du hier Handlungsbedarf?


    Torsten Lieberknecht: Wir haben klar darüber gesprochen, dass wir den Kader aufwerten wollen. Gerade bei einigen verletzten Spielern gibt es immer wieder Fragezeichen. Wann können sie wieder ins Mannschaftstraining einsteigen? Wann sind sie wirklich im Vollbesitz ihrer Kräfte? Das betrifft genau die von dir genannten Spieler.


    Gleichzeitig will ich aber auch betonen: Wir haben unsere Punkte und Siege mit dem bestehenden Kader geholt. Auch Spieler, die in der Öffentlichkeit oft im Zusammenhang mit einem Abgang genannt werden, haben wichtige Beiträge geleistet. Wenn ich an das Spiel gegen Darmstadt denke, dann waren es genau diese Jungs, die das Spiel gedreht haben. Deshalb wäre es zu einfach, verlorene Punkte allein auf die Verletzungen zu schieben.


    Treffpunkt Betze: Auf welchen Positionen würdet ihr im Winter dennoch gerne nachjustieren?


    Torsten Lieberknecht: Wir haben das in der Vergangenheit bereits offen angesprochen. Aufgrund der Unwägbarkeiten sahen wir vor allem im Sturm Bedarf, der mit Norman Bassette nun aber gedeckt werden konnte. Zudem liegt aufgrund der Verletzungssituation bei Jisoo Kim und seines leider absehbar längeren Ausfalls ein Schwerpunkt auch auf der Innenverteidigerposition.

    „Legitim, über die Situation nachzudenken“


    Treffpunkt Betze: Stichwort Jisoo Kim. Der Spieler ist von Brentford ausgeliehen. Ist es in solchen Fällen üblich, dass ein Leihspieler seine Rehamaßnahme beim Stammverein absolviert?


    Torsten Lieberknecht: Ja, das ist grundsätzlich nicht unüblich. Ohne die genauen Vertragsdetails zu kennen, ist es einfach so, dass der Stammverein ein großes Interesse daran hat, den Spieler eng zu begleiten. Brentford hat da klare Abläufe und kümmert sich intensiv um seine Spieler, die am Ende des Tages auch deren Kapital sind. Unglücklich war letztlich nur, dass er sich dort erneut verletzt hat.


    Treffpunkt Betze: In den Medien wurde über mögliche Abgänge spekuliert. Welche sportliche Perspektive hätten diese Spieler beim 1. FC Kaiserslautern, wenn sie sich für einen Verbleib entscheiden sollten?


    Torsten Lieberknecht: Ich habe bewusst nie Namen genannt und werde das auch nicht tun. Fakt ist: Die Spieler merken selbst, wie viele Einsatzminuten sie bekommen – nicht nur unter mir, sondern auch in der Vergangenheit. Wenn jemand den Anspruch hat, deutlich mehr zu spielen, ist es legitim, über seine Situation nachzudenken.


    Solange ein Spieler Teil meines Kaders ist, wird er von mir fair behandelt und berücksichtigt. Natürlich kann jeder die Einsatzzeiten betrachten und sich ein eigenes Bild machen. Aber Spekulationen liegen nicht immer richtig. Dickson Abiama ist ein gutes Beispiel dafür. Ich sehe ihn deutlich positiver, als er teilweise wahrgenommen wird. Er hat Spiele mitentschieden, etwa gegen Darmstadt, und auch in anderen Partien gute Leistungen gezeigt. Gleichzeitig ist klar: Gerade in jungen Jahren ist Spielpraxis enorm wichtig. Ob er diese beim FCK oder in einer anderen Liga sammelt, muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden.


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    „Eines der schönsten NLZ in Deutschland“


    Treffpunkt Betze: Die Nachwuchsarbeit spielt beim FCK traditionell eine große Rolle. Mit Dion Hofmeister, Owen Gibs und Erik Müller hast du zuletzt so viele junge Talente an die Profis herangeführt wie kein Trainer vor dir. Wie ordnest du das aktuelle Niveau des Nachwuchsleistungszentrums insgesamt ein, auch im Vergleich mit Nachwuchsleistungszentren mehr oder weniger benachbarter Vereine?


    Torsten Lieberknecht: Infrastrukturell habe ich manchmal das Gefühl, dass wir uns unter Wert verkaufen. Für mich ist unser NLZ eines der schönsten in ganz Deutschland – von der Lage bis zu den Trainingsplätzen. Entscheidend sind aber immer die Menschen, die dort arbeiten. Und da sehe ich eine sehr hohe Qualität.


    Wenn ich mir anschaue, wie dort ausgebildet und gefördert wird, würde ich jederzeit einen Jugendspieler dorthin schicken. Die größte Auszeichnung ist doch, dass Spieler wie Mika Haas, Leon Robinson, Erik Müller, Owen Gibs, Dion Hofmeister oder Enis Kamga bereits an den Profibereich herangeführt wurden. Mehr Lob kann es eigentlich kaum geben.


    Treffpunkt Betze: Der FCK ist für dich eine absolute Herzensangelegenheit. Du weißt, wie schnell in Kaiserslautern die Emotionen hochschlagen. Nach den Niederlagen in Berlin oder gegen Magdeburg wurde es – zumindest im Netz – teilweise schon sehr unruhig. Teile der Kritik bezogen sich auch auf dich. Bist du überrascht, wie wenig Kredit ein Trainer beim FCK besitzt – gerade, wenn er aus der Region stammt?


    Torsten Lieberknecht: Natürlich gibt es eine Erwartungshaltung an mich, und das ist auch völlig in Ordnung. Diese Erwartungshaltung ist Teil dieses Vereins, sie gehört zum FCK dazu. Und genau deshalb möchte ich sie auch erfüllen. Das ist mein Anspruch an mich selbst.


    Gleichzeitig versuche ich, mich von vielen Dingen frei zu machen. Ich nehme nicht alles wahr, was rund um den Verein diskutiert oder geschrieben wird. Im Stadion spürt man sehr schnell, ob die Menschen zufrieden oder unzufrieden sind. Das ist ehrlich und direkt. Darüber hinaus beteilige ich mich an diesen Diskussionen aber eher nicht. Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, wie er Dinge bewertet und ob diese Bewertung wirklich gerecht ist. Mir ist dabei wichtig, dass es neben den emotionalen Stimmen auch viele gibt, die die Situation sachlich einordnen. Diese Stimmen gibt es, und sie sind für mich genauso wichtig wie die Emotionen.

    „Ich möchte jeden Fan glücklich machen“


    Treffpunkt Betze: Thomas Hengen hat jetzt öffentlich gemacht, dass es beim Spiel gegen Magdeburg von der Nordtribüne aus zu massiven Beleidigungen in Richtung der Lautrer Bank kam. Es wurde sogar gespuckt. Wie sehr trifft dich so etwas?


    Torsten Lieberknecht: Das trifft mich natürlich. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und ich will hier vor allem eines: das Beste für den 1. FC Kaiserslautern. Ich möchte jeden Fan glücklich machen. Auch denjenigen, der mich im Moment vielleicht am liebsten wegschicken würde. Und genauso die 90-jährige Oma, die immer noch den Betze hochläuft. Alle gehören dazu. Wenn wir Spiele gewinnen, dann gönne ich das in erster Linie den Fans. Deshalb versuche ich jeden Tag, mein Bestes zu geben. Und das Wichtigste für mich ist: Ich kann jederzeit in den Spiegel schauen und weiß, dass ich alles investiere, damit wir erfolgreich sind – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.


    Trotzdem gibt es Momente, die nicht schön sind und einen treffen. Vor allem dann, wenn man diesen Job nicht nur als Job begreift, sondern mit Herzblut ausfüllt. Das lässt einen nicht kalt. Aber gerade in solchen Situationen ist es meine Aufgabe, für die Mannschaft voranzugehen und für sie da zu sein. Ich glaube, viele sehen das auch so. Manche würden sich vielleicht wünschen, dass ich die Mannschaft nicht immer schütze. Aber das ist mein Verständnis von Trainerarbeit: Ich stehe für meine Mannschaft ein – für jeden einzelnen Spieler.


    Treffpunkt Betze: Kalli Feldkamp hat dich einmal davor gewarnt, als Trainer zu deinem Herzensverein zu wechseln. Kannst du diese Warnung nach den Erfahrungen der letzten Monate nachvollziehen?


    Torsten Lieberknecht: (lacht) Nein, überhaupt nicht. Ich fahre zu jeder Zeit total glücklich nach Kaiserslautern und zum Betzenberg hoch. Ich arbeite mit jedem einzelnen hier sehr gut und sehr gern zusammen und würde gern meinen Teil dazu beitragen, dass auch die jüngere Generation den FCK mal in der Bundesliga spielen sieht und nicht immer nur davon erzählt bekommt.


    Treffpunkt Betze: Welchen Verlauf müsste die Rückrunde nehmen, damit du nach dem 34. Spieltag von einer erfolgreichen Saison sprechen könntest?


    Torsten Lieberknecht: Wenn wir besser abschneiden als im letzten Jahr, ist es erstmal okay. Wenn die Zuschauer dann noch sehen, dass da eine Mannschaft auf dem Platz steht, in der es jeder Spieler genießt, das FCK-Trikot zu tragen, und auch die entsprechende Mentalität mitbringt, ist das umso besser.

    Diskussionsthema zum Artikel: Torsten Lieberknecht: „Glas für mich eher halb leer“


    Torsten Lieberknecht: „Glas für mich eher halb leer“

    Teil I: FCK-Trainer Torsten Lieberknecht im Gespräch mit Treffpunkt Betze über liegen gelassene Punkte, seine teils kritisierte Spielidee und die mangelnde Konstanz seiner Mannschaft.


    Torsten Lieberknecht ist kein Trainer der leisen Zwischentöne. Seit seinem Amtsantritt beim 1. FC Kaiserslautern steht er für Klarheit, Haltung und eine spürbare Identifikation mit dem Verein. Der Betzenberg ist für ihn nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern ein Herzensort mit all seinen Emotionen, Erwartungen und Spannungsfeldern. Lieberknecht denkt Fußball ganzheitlich, spricht offen über Ziele, Defizite und Entwicklungsschritte und scheut dabei weder Selbstkritik noch klare Worte.


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    Im ersten Teil des Interviews mit Treffpunkt Betze zieht der FCK-Coach eine Zwischenbilanz der bisherigen Saison, ordnet sportliche Entscheidungen ein und erklärt, warum er unbeirrt an seinem Weg festhält. Auch dann, wenn der Gegenwind mal stärker wird.

    „Wollten unbedingt die 30-Punkte-Marke erreichen“


    Treffpunkt Betze: Hallo Torsten, 27 Punkte nach der Hinrunde, Platz sieben in der Tabelle: Ist das Glas aus deiner Sicht zur Winterpause eher halb voll oder eher halb leer?


    Torsten Lieberknecht: Was die nackte Punktzahl betrifft, ist das Glas für mich eher halb leer. Wir wollten unbedingt die 30-Punkte-Marke erreichen, weil sie einfach ein wichtiges Signal gewesen wäre. Vor allem, weil wir uns selbst um einige Punkte gebracht haben. Wenn ich auf die Vorrunde zurückblicke, dann komme ich relativ schnell auf vier oder fünf Zähler, die wir liegen gelassen haben.


    Ich denke da an Spiele wie das Heimspiel gegen Nürnberg oder das Auswärtsspiel in Düsseldorf. In Karlsruhe hätten wir uns dafür vielleicht mit einem Unentschieden zufriedengeben müssen, aber insgesamt gab es genug Situationen, in denen wir näher dran waren, noch mehr herauszuholen. Rechnet man das zusammen, dann hätte das Glas deutlich voller sein können – und genau deshalb überwiegt bei mir dieser Gedanke.


    Treffpunkt Betze: Was sind aus deiner Sicht die ausschlaggebenden Gründe für die Punktverluste?


    Torsten Lieberknecht: Ganz klar die fehlende Effizienz. Gerade gegen Nürnberg hatten wir genügend Chancen, um das Spiel frühzeitig zu unseren Gunsten zu entscheiden. Das zieht sich wie ein roter Faden durch mehrere Partien. Auch in Düsseldorf war es ähnlich: Wenn du dort das 2:0 machst, ist das Spiel im Grunde entschieden.


    Stattdessen bleibt es beim 1:0 und dann ist Fußball eben brutal. Ein Gegentor reicht, um alles wieder offen zu machen. In Düsseldorf kam dann noch dieser eine Moment hinzu, bei dem ich nach wie vor der Meinung bin, dass die Abseitsposition von Ivan nicht so eindeutig war, dass sich der VAR hätte einschalten müssen. Aber das sind alles keine Ausreden. Entscheidend ist: Wir hatten mehrfach die Möglichkeit, den Deckel draufzumachen, haben es aber nicht konsequent genug getan.

    „Haben uns positiv entwickelt“


    Treffpunkt Betze: Gab es trotz allem positive Highlights in der Vorrunde?


    Torsten Lieberknecht: Absolut. Und davon sogar einige. Allein die 27 Punkte sind ja kein schlechtes Ergebnis. Ich ziehe zwar ungern Vergleiche zur Vorsaison, aber Daten und Fakten werden natürlich herangezogen. Wir haben eine bessere Tordifferenz, stehen tabellarisch besser da und haben immerhin einen Punkt mehr. Vor allem offensiv haben wir uns entwickelt. Zu Saisonbeginn hieß es oft, wir würden zu wenige Tore schießen – inzwischen gehören wir zu den fünf besten Teams der Liga, was die Anzahl der Treffer betrifft. Dazu kommt unsere Spielidee. Wir haben uns bewusst für eine mutige Ausrichtung entschieden. Gerade zu Hause wollen wir den 'Betze-Fußball' zeigen, den viele kennen: nicht nur kompakt stehen, sondern hoch attackieren, früh pressen und den Gegner unter Druck setzen.


    Spiele wie gegen Preußen Münster oder Holstein Kiel waren dafür echte Benchmark-Spiele. Die Daten bestätigen das: Wir sind die beste Mannschaft, wenn es um Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte geht. Das zeigt mir, dass wir nicht nur darüber reden, sondern diese Idee auch umsetzen. Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit der Verletztenmisere. Trotz vieler Ausfälle haben wir es häufig geschafft, dies gut zu kompensieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und was mir persönlich sehr wichtig ist, ist die Einbindung des eigenen Nachwuchses. Spieler wie Mika Haas oder Leon Robinson haben mittlerweile ein Niveau erreicht, das sie zu festen Größen macht. Das ist etwas, das sich viele beim FCK wünschen, und das gehört für mich klar ins halb volle Glas.


    Treffpunkt Betze: Mit Spielern wie Semih Sahin, Marlon Ritter oder Naatan Skyttä verfügt der FCK nominell über eine der stärksten Mittelfeldreihen der Liga. Dennoch zeigt sich insbesondere im Bereich der Passgenauigkeit ein Defizit. Woran liegt es deiner Meinung nach, dass sich die Mannschaft in diesem Punkt so schwertut?


    Torsten Lieberknecht: Das hängt unmittelbar mit unserem Spielstil zusammen. Wir sind keine klassische Ballbesitzmannschaft. Wir definieren uns über Intensität, Pressing und Umschaltmomente. 15 unserer Tore sind aus hohen Balleroberungen entstanden, was zeigt, wo unsere Stärke liegt.


    Natürlich gibt es Situationen, in denen wir aus einem Ballgewinn mehr Ruhe entwickeln könnten. Aber unser Energielevel ist oft sehr hoch und wir wollen schnell nach vorne spielen. Das bringt Risiko und damit auch eine höhere Fehlerquote mit sich. Trotzdem gibt es Momente, in denen wir sauberer und konzentrierter agieren müssen.


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    „Es gibt keine leichten Gegner“


    Treffpunkt Betze: Nach zuletzt nur vier Punkten gegen vermeintlich leichte Gegner habt ihr mit Hannover, Schalke, Elversberg und Darmstadt nun vier echte Schwergewichte vor der Brust. Was stimmt dich zuversichtlich, dass ihr in diesen direkten Duellen um die Spitzenplätze besser abschneiden werdet?


    Torsten Lieberknecht: Zunächst einmal blicke ich da bewusst ein Stück zurück. Nach dem aus meiner Sicht sehr enttäuschenden Pokalaus gegen Hertha BSC standen wir unter enormem Druck. In dieser Phase haben wir vier Punkte geholt. Das ist aus meiner Sicht ein Beleg dafür, dass die Mannschaft damit umgehen kann. Das Spiel gegen Dresden war so ein typisches ‚Stinker-Spiel‘, eines von denen, bei denen du weißt, dass es extrem unangenehm wird. Am Ende konnten wir es aber für uns entscheiden. Und dann ging es zu Arminia Bielefeld. Das war für mich ein sehr wichtiges Spiel, auch aus Trainersicht. Bielefeld hatte zuvor in nur zwei Spielen im eigenen Stadion kein Tor erzielt, das war in den Testspielen gegen den AS Monaco und in einem Drittligaspiel gegen den Halleschen FC. Unser Ansatz war klar: Diese offensive Stärke mussten wir ausschalten.


    Für mich gibt es grundsätzlich keine leichten Gegner. Wenn Braunschweig Schalke schlägt, Magdeburg in Berlin gewinnt oder Dresden gegen Karlsruhe punktet, unterstreicht das genau diesen Punkt. Entscheidend sind Tagesform, Spielform und konstante Leistung. Daran orientieren wir uns. Jetzt zählt erst einmal das Spiel gegen Hannover, das ist das Wichtigste. Am besten gehst du da raus und holst drei Punkte. Ich bin überzeugt und habe das Selbstbewusstsein, dass wir gegen jeden Gegner bestehen können.


    Treffpunkt Betze: Was euch bislang noch ein Stück weit fehlt ist die Konstanz. Während die Heimbilanz aktuell auf Aufstiegskurs ist, sieht es auswärts dagegen nicht so gut aus. Wo siehst du den Schlüssel, um diese Diskrepanz aufzulösen?


    Torsten Lieberknecht: Das ist genau einer der entscheidenden Punkte. Unsere Heimbilanz ist absolut in Ordnung. Da bewegen wir uns auf einem Niveau, das ganz klar in die obere Tabellenregion geht. Auswärts sieht das anders aus. Dort müssen wir einen Schlüssel finden, um konstanter zu punkten. Ein Beispiel dafür war für mich das Spiel bei Arminia Bielefeld, auch wenn das viele vielleicht überrascht hat. Aus Trainersicht war diese Partie enorm wichtig, weil sie gezeigt hat, dass wir auch in der Lage sind, ein Spiel anders zu interpretieren: tiefer zu verteidigen und weniger offensiv zu agieren, aber trotzdem die Chance zu haben, mit einem 1:0 nach Hause zu fahren. Genau diese Variabilität ist auswärts oft entscheidend.


    Am Ende geht es darum, die starke Heimbilanz aufrechtzuerhalten und gleichzeitig auswärts mehr Siege einzufahren. Das ist eine große Aufgabe, keine Frage – aber genau deshalb bin ich hier. Das ist ein Anspruch, den ich lebe, ausspreche und mit meiner Mannschaft auf dem Platz umsetzen will. Konstanz ist dabei natürlich auch eine individuelle Frage. Wenn es mehr Spielern gelingt, ihr Leistungsniveau dauerhaft abzurufen, wird automatisch auch die Mannschaft insgesamt konstanter auftreten. Und genau daran arbeiten wir.


    Am Freitag um 13:00 Uhr erscheint der zweite Teil unseres ausführlichen Interviews mit Torsten Lieberknecht. Darin spricht der Trainer über das Leistungsniveau der Ersatzspieler, auf welchen Positionen der FCK nachlegen könnte und sein Umgang mit Kritik.

    Diskussionsthema zum Artikel: Betze daheim: „Unser Ziel ist ein Heimsieg“


    Betze daheim: „Unser Ziel ist ein Heimsieg“

    Zum letzten Spiel des Jahres empfangen die Roten Teufel am Samstag den 1. FC Magdeburg. Dabei winkt den Lautern der beste Hinrundenabschluss seit über zehn Jahren.


    Nach der zumindest defensiv soliden Vorstellung bei Arminia Bielefeld möchte sich der 1. FC Kaiserslautern mit einem Sieg aus dem Spieljahr 2025 verabschieden. Mit dem 1. FC Magdeburg gastiert allerdings ein Gegner auf dem Betzenberg, der sich im Aufwind befindet. Nach einem schwierigen Saisonstart und dem zwischenzeitlichen Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz haben die Sachsen-Anhalter ihren Trainer gewechselt und konnten sich unter dem neuen Coach Petrik Sander deutlich stabilisieren.


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    Unter seiner Leitung wurden in acht Partien elf Punkte eingefahren und der Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld wiederhergestellt. Besonders bemerkenswert war der dreifache Punktgewinn im Berliner Olympiastadion, aus dem der FCK nur wenige Tage zuvor noch regelrecht rausgeschossen worden war.

    Nicht an Tabellenstand messen


    „Wir dürfen nicht den Fehler machen und die Magdeburger an ihrem Tabellenstand messen. Uns erwartet ein Spiel gegen eine ballsichere Mannschaft, die über ein gutes Positionsspiel und eine gewachsene Offensivstruktur verfügt“, mahnt FCK-Coach Torsten Lieberknecht im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz und erwartet einen kampfstarken Gegner. „Das Spiel wird sehr herausfordernd für uns werden und wir müssen alles dafür tun, dass die Magdeburger sich nicht entfalten können, um in ihr Spiel zu finden.“


    „Sie haben einige Spieler in ihren Reihen, die eine gewisse Spielstärke mitbringen. Spontan fallen mir da Reimann, Atik oder Nollenberger ein, um nur ein paar wenige zu nennen“, führt er weiter aus und weiß um die Schlüsselspieler der Gäste, die bislang noch nie dreifach in Kaiserslautern punkten konnten.

    Noch einmal über alle Grenzen hinausgehen


    Ein Umstand, der sich am Samstag auch nicht ändern soll, wenn es nach Lieberknecht geht. „Wir wissen, was auf uns zukommt, und wir müssen dagegenhalten, um die Punkte hier zu behalten. Zum Abschluss des Jahres müssen wir noch einmal über alle Grenzen hinausgehen, sowohl taktisch als auch physisch“, blickt der Trainer zuversichtlich auf das Spiel voraus.


    Ein Sieg würde dem FCK die beste Vorrunde seit 13 Jahren bescheren und ist ein Beleg für die Weiterentwicklung der Roten Teufel, wie auch Lieberknecht betont. „Ich ziehe nicht gern Zwischenbilanzen, aber wenn ich unsere bisherige Saison in einer Schulnote bewerten müsste, wäre das eine gute Drei. Wir haben uns zwar in einigen Bereichen schon ein Stück weit verbessern können, haben aber auch noch Luft nach oben“, zieht er zum Jahreswechsel ein Fazit.

    Haas kehrt zurück – Redondo und Asta wieder im Training


    Mahir Emreli, Jisoo Kim und Ivan Prtajin fallen aus den bereits bekannten Gründen weiterhin aus. Simon Asta und Kenny Prince Redondo konnten das Langzeitlazarett hingegen verlassen und stehen seit Wochenbeginn wieder auf dem Trainingsplatz. Eine Rückkehr in den Kader ist jedoch noch nicht abzusehen. Definitiv mit dabei sein kann der zuletzt gelbgesperrte Mika Haas, der seinem Trainer wie alle anderen Spieler zur Verfügung steht.


    Anpfiff der Partie ist am Samstag um 13:00 Uhr. Das Fritz-Walter-Stadion wird mit mindestens 42.853 Zuschauern, darunter 1.601 Fans aus Magdeburg, erneut bestens gefüllt sein. Für den Heim- und den Gästebereich sind noch Tickets verfügbar.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Pierre Littbarski: „Da wäre ich besser zu Hause geblieben“


    Pierre Littbarski: „Da wäre ich besser zu Hause geblieben“

    Drei Fragen, drei Antworten: Pierre Littbarski über besondere Spiele gegen den FCK, das legendäre Saisonfinale 1991 und seine freundschaftliche Verbindung zu Hans-Peter Briegel.


    Kaum ein Spieler verkörpert die goldene Ära des deutschen Fußballs so sehr wie Pierre Littbarski. Er wurde 1990 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister und avancierte zum Publikumsliebling beim 1. FC Köln. Zudem hatte er in seiner Karriere immer wieder besondere Berührungspunkte mit dem 1. FC Kaiserslautern. Sei es sein Bundesligadebüt gegen den FCK oder das unvergessliche Saisonfinale 1991, als Köln eine wahre Invasion von Lautrer Fans erlebte – Littbarski war immer mittendrin. Im Gespräch mit Treffpunkt Betze blickt er auf diese Momente zurück, erzählt von packenden Duellen und persönlichen Erinnerungen an die Männer mit dem Teufel auf der Brust.


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    „Eine absolut beeindruckende Atmosphäre“


    Treffpunkt Betze: Obwohl Sie nie für den 1. FC Kaiserslautern gespielt haben, scheinen Sie eine besondere Verbindung zu den „Roten Teufeln” zu haben. Im Sommer 1978 startete Ihre große Profikarriere mit einem Spiel gegen den FCK. Nur gegen Stuttgart standen Sie häufiger auf dem Platz, und gegen keinen anderen Verein haben Sie eine schlechtere Quote. Wie blicken Sie auf die vielen Duelle gegen Kaiserslautern, speziell auf dem Betzenberg, zurück?


    Pierre Littbarski: Vor allem mit viel Bewunderung. Zu meiner Zeit hatte der FCK immer eine super Mannschaft mit teils überragenden Einzelspielern. Spieler wie Benny Wendt, Ronnie Hellström, Hans-Peter Briegel, Hannes Riedl oder Stefan Kuntz waren richtig gut, um nur einige zu nennen. Und besonders auf dem Betzenberg haben sie immer aufgedreht. Nirgends trifft die Aussage vom berühmt-berüchtigten 12. Mann besser zu als in Kaiserslautern.


    Was von den Rängen auf das Spielfeld getragen wird, ist unheimlich beeindruckend und auf dem Platz zu spüren. Den Lautrern hat man den Push dieser Unterstützung auch immer angemerkt. Generell ist der Betzenberg mit seinen Fans eine besondere Spielstätte. Wenn man sich die Choreografie gegen Hertha BSC Berlin anschaut und darüber nachdenkt, wie viel Arbeit und Hingabe hinter einer solchen Aktion stecken, kann man nur den Hut ziehen. Das war eine absolut beeindruckende Atmosphäre.


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    „Wir wurden regelrecht hergespielt“


    Treffpunkt Betze: Sie sind unmittelbarer Zeitzeuge eines der größten Tage in der Geschichte des 1. FC Kaiserslautern. Am 15. Juni 1991 kam es am 34. Spieltag zum entscheidenden Auswärtsspiel beim 1. FC Köln, den Sie als Kapitän aufs Feld führten. Es war klar, dass Kalli Feldkamp und seine Mannschaft mit einem Punktgewinn die deutsche Meisterschaft sensationell gewinnen würden. Im Müngersdorfer Stadion waren damals über 40.000 mitgereiste FCK-Fans. Wie haben Sie diese Übermacht vor dem Spiel wahrgenommen, und welche Erinnerungen haben Sie insgesamt an diesen Tag?


    Pierre Littbarski: Um es kurz zu machen: An dem Tag wäre ich besser zu Hause geblieben (lacht). Als wir zum Warmmachen rausgekommen sind, war ich mir sicher, dass sich der Busfahrer verfahren haben muss. Das konnte nur das falsche Stadion sein. So viele Gästefans habe ich noch nie irgendwo gesehen, und das ging den Lautrern wohl genauso. Wir mussten selbst punkten, um uns für den UEFA-Pokalwettbewerb zu qualifizieren, aber die Spieler des 1. FC Kaiserslautern waren so angestachelt, die haben uns regelrecht hergespielt. Man kann wohl ganz offen zugeben, dass wir an dem Tag chancenlos waren. Zur Halbzeit stand es bereits 4:1 für den FCK. Am Ende blieb uns nur, den Gegnern beim Feiern zuzusehen, obwohl wir uns am liebsten irgendwo verkrochen hätten.

    „Hans-Peter ist ein Schaf im Wolfspelz“


    Treffpunkt Betze: Sie waren einer der Ehrengäste, als Hans-Peter Briegel im Rahmen des Heimspiels gegen Hertha BSC Berlin zum Ehrenspielführer des 1. FC Kaiserslautern ernannt wurde. Welche Verbindungen pflegen Sie zu ihm?


    Pierre Littbarski: Gegenüber Hans-Peter verspüre ich vor allem ganz viel Respekt. Ich durfte mit ihm über viele Jahre hinweg in der Nationalmannschaft zusammenspielen und habe ihn dort als einen Mitspieler kennengelernt, der mit einer unendlichen Energie gearbeitet und nie schlecht gespielt hat. Den Begriff „Walz aus der Pfalz“ fand ich nie wirklich passend, weil seine fußballerischen Fähigkeiten damit etwas zu kurz kommen. Dazu, und das ist das eigentlich Ausschlaggebende, fasziniert er mich als Mensch. Oft spricht man vom Wolf im Schafspelz, bei Hans-Peter muss man aber fast vom Schaf im Wolfspelz sprechen, und das meine ich überhaupt nicht despektierlich (lacht). Er ist nach außen hin die eisenharte Kampfmaschine, dabei ist er ein ganz lieber Mensch, der immer bodenständig und ohne Allüren geblieben ist.

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    Betze daheim: Mannschaft in der Bringschuld!

    Nach zwei indiskutablen Auswärtsspielen ist der FCK vor heimischem Publikum um Wiedergutmachung bemüht. Ausgerechnet jetzt fällt ein weiterer Leistungsträger aus.


    Pünktlich zur Vorweihnachtszeit brennt in Kaiserslautern mal wieder der Baum. Nachdem man nach der obligatorischen Nichtleistung in Braunschweig dachte, der Tiefpunkt sei erreicht, belehrten die Roten Teufel ihre Anhänger beim DFB-Pokal-Achtelfinale in Berlin eines Besseren. Völlig neben sich stehend kassierte die Mannschaft von Torsten Lieberknecht 90 Minuten lang eine herbe Niederlage und wurde mit sechs Gegentoren aus dem Olympiastadion geschossen.


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    Im Heimspiel gegen Dynamo Dresden müssen die Roten nun dringend ein anderes Gesicht zeigen, um das Umfeld und die Fans wieder fest hinter sich zu bringen. Mit den Sachsen kommt allerdings ein Gegner auf den Betzenberg, der sich mit zwei Siegen in Bochum und gegen Düsseldorf gerade frisches Selbstvertrauen angeeignet hat. Für Torsten Lieberknecht zählt dennoch nur eines: Gewinnen!

    Schlag in die Fresse bekommen


    „Wir hatten in Berlin einen kollektiven Blackout und haben einen Schlag in die Fresse bekommen. Wir wissen, wen wir enttäuscht haben und ich bin bereit die Kritik anzunehmen. Mich muss auch niemand aufmuntern. Aber ich habe eine Gefühlswelt und ich werde mich an der Stelle nicht verändern“, zeigt sich der FCK-Coach im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz durchaus selbstkritisch und betont, dass Spieler und Trainerteam an einem Strang ziehen.

    „Die Mannschaft lässt niemanden im Stich. Wir als Trainerteam haben volles Vertrauen in unsere Jungs und wissen, dass keiner absichtlich irgendetwas falsch macht. In Berlin sind Dinge passiert, die nicht passieren dürfen, was aber am Ende dazu geführt hat, dass alle Dämme gebrochen sind“, antwortet er auf entsprechende Nachfrage, macht dabei aber auch seine Erwartungshaltung an die Spieler deutlich.


    „Wir wissen, wozu wir in der Lage sind. Wenn wir ins Rollen kommen, ist es für jeden Gegner schwer, dem Druck standzuhalten. Aber dazu müssen wir ein viel besseres Gesicht zeigen und wir sind gewillt, das zu tun“, nimmt Lieberknecht seine Spieler unmissverständlich in die Pflicht.

    Nach vorne schauen


    Gerade gegen einen Gegner wie Dynamo Dresden müssen die Roten Teufel dagegenhalten, um die Punkte in Kaiserslautern zu behalten. „Wir sind auf das Spiel gegen Dresden gut vorbereitet. Die letzten Spiele haben wir aufgearbeitet, jetzt gilt es, nach vorne zu schauen“, gibt der Trainer die Marschrichtung vor, warnt aber auch davor, den Gegner zu unterschätzen. „Dynamo konnte die letzten beiden Spiele gewinnen, weil sie dank einer Systemumstellung defensiv stabiler stehen und über ein sehr gutes Umschaltspiel verfügen. Uns erwartet ein Spiel mit vielen Eins-gegen-Eins-Situationen gegen eine Mannschaft, die im Aufwind ist“, so der Lautrer Trainer, der einen starken Gegner auf sein Team zukommen sieht.

    Joly zurück – Prtajin fällt aus


    Neben Simon Asta, Kenny Prince Redondo, Mahir Emreli und Jisoo Kim muss nun auch Ivan Prtajin mit einem Muskelbündelriss bis zum Ende der Hinrunde pausieren. Paul Joly, der zuletzt nicht zur Verfügung stand, trainiert dagegen wieder mit. Ob er am Samstag schon zum Einsatz kommen wird, entscheidet sich allerdings kurzfristig. Der Trainer kann auf alle anderen Spieler zurückgreifen.


    Anpfiff der Partie ist am Samstag um 13:00 Uhr. Das Fritz-Walter-Stadion wird mit mindestens 45.375 Besuchern, darunter 3.500 Fans aus Dresden, erneut bestens gefüllt sein.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Betze auswärts: „Physisch und mental auf höchstem Level“


    Betze auswärts: „Physisch und mental auf höchstem Level“

    Der FCK kämpft in Braunschweig darum, seine Position in der Spitzengruppe zu behaupten. Bei der Rückkehr in die Löwenstadt muss Torsten Lieberknecht seine Startelf mehrfach umbauen.


    Wenn der 1. FC Kaiserslautern am Samstag bei Eintracht Braunschweig aufläuft, treffen zwei Mannschaften aufeinander, deren Tabellensituation und aktuelle Formkurve klare, aber keineswegs eindeutige Vorzeichen setzen. Während der FCK nach dem überzeugenden Heimspiel gegen den Bundesligaabsteiger Holstein Kiel mit breiter Brust an die Hamburger Straße reist, steht die Eintracht nach nur einem Sieg aus den letzten elf Spielen mit dem Rücken zur Wand.


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    Zwar wusste die Mannschaft von Heiner Backhaus zuletzt zu gefallen, doch aufgrund mangelnder Durchschlagskraft blieben die dringend benötigten Ergebnisse aus. Die Roten Teufel sind aber nicht zum ersten Mal leicht favorisiert in Niedersachsen zu Gast. Im Vorjahr beendeten die Löwen mit einem 2:0-Heimsieg die Lautrer Aufstiegsträume – und damit auch die Amtszeit von Markus Anfang. Die Pfälzer werden also eine geschlossene Mannschaftsleistung brauchen, um die Heimreise mit Punkten im Gepäck antreten zu können. Das sieht auch FCK-Coach Torsten Lieberknecht so.

    „Kehre immer gern nach Braunschweig zurück“

    „In Braunschweig erwartet uns ein außergewöhnliches Stadion mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre und einem sehr emotionalen Publikum“, mahnt Lieberknecht im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz. „Die Eintracht verfügt über eine sehr aggressive und physisch starke Mannschaft, die sich zwar zuletzt nicht belohnt hat, uns aber alles abverlangen wird“, weiß er um die Qualitäten des Gegners.


    Seine eigene Vergangenheit spielt für ihn nur eine untergeordnete Rolle. „Ich kehre immer wieder gern nach Braunschweig zurück. Ich hatte dort eine sehr emotionale Zeit, die mich geprägt hat und der auch ich den Verein etwas prägen durfte. Aber am Samstag gilt es dort, einen Job zu erledigen und das wollen wir tun“, so der FCK-Trainer, der zehn Jahre lang an der Seitenlinie der Löwen stand.

    „Bereit sein, leidenschaftlich Zweikämpfe zu führen“


    Von seiner Mannschaft erwartet er einen couragierten Auftritt im Eintracht-Stadion. „Wir wissen, was auf uns zukommt, und müssen physisch und mental auf höchstem Level spielen, wenn wir aus Braunschweig Punkte mitnehmen wollen. Wir müssen bereit sein, leidenschaftlich Zweikämpfe zu führen, mutig nach vorne zu spielen und dürfen dabei unsere Restverteidigung nicht vergessen“, sagt Lieberknecht, der weiß, wie man in Braunschweig agieren muss, um Punkte zu entführen. „Gerade die schnellen Spieler in den Reihen der Eintracht sind eine ihrer Stärken, worauf wir uns aber im Vorfeld gut vorbereitet haben“, führt der FCK-Coach weiter aus.

    Gyamfi gesperrt – Joly und Kim verletzt


    Die Langzeitverletzten Simon Asta, Kenny Redondo und Mahir Emreli werden die Reise nach Braunschweig ebenso wenig antreten wie der gelbgesperrte Maxwell Gyamfi, Paul Joly (Zerrung) und Ji-Soo Kim, der unter den Folgen eines Muskelfaserrisses leidet. Alle anderen Spieler stehen ihrem Trainer für das Auswärtsspiel zur Verfügung.


    Quelle: Treffpunkt Betze