Beiträge von David

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    Diskussionsthema zum Artikel: Der FCK scheitert mal wieder an sich selbst


    Der FCK scheitert mal wieder an sich selbst

    Eigentlich lieferten die Roten Teufel im Südwestderby eine ordentliche Leistung ab. Die 0:2 Pleite beim KSC reiht sich dennoch in eine fürchterliche Rückrunde ein.


    Im Südwest-Derby gegen den Karlsruher Sportclub und gleichzeitig dem letzten Auswärtsspiel der Saison setzte es für den 1. FC Kaiserslautern die nächste Niederlage. Die Frage nach dem „Warum“ dürfte an diesem 33. Spieltag wie so oft in dieser Rückserie leicht zu beantworten sein: Es war wieder einmal die eigene Chancenverwertung, die dem FCK einen Strich durch die Rechnung machte. Mit rund 3.500 mitgereisten Fans ging es in den neuen Karlsruher BBBank Wildpark. Eine Woche nach der Last-Minute-Niederlage gegen Bielefeld wollten Mannschaft und Trainerteam alles daran setzen, den Derbysieg und drei wichtige Punkte im Kampf um Tabellenplatz sieben einzufahren. Zwar waren die Roten Teufel über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft und erarbeiteten sich ein klares Chancenplus, doch der KSC war unter dem Strich das effizientere Team. Eine Woche vor dem Saisonfinale gegen Fortuna Düsseldorf auf dem Betzenberg sieht die „Lautern-Welt“ nicht ganz so heiter aus.

    Schuster: „Fußball ist ein Ergebnissport“


    Dirk Schuster rotierte in der Startformation. So setzte er auf der linken Außenbahn von Beginn an auf Erik Durm statt Hendrick Zuck und stellte Tyger Lobinger als zweite Spitze neben Terrence Boyd. Den erkrankten Robin Bormuth ersetzte Lars Bünning ersetzt, der gleichzeitig heute sein Startelfdebüt in der 2. Liga feierte. Von Beginn an waren die Roten Teufel die spielbestimmende Mannschaft und hatten bereits in den ersten Minuten gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Neben einem gut getretenen Freistoß von Phillip Klement nach rund einer halben Stunde hatte Terrence Boyd kurz vor dem Pausenpfiff aus spitzem Winkel die Führung auf dem Fuß - beide Chancen blieben jedoch ungenutzt. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nicht, bis der KSC nach 70 Minuten aus dem Nichts zur Führung traf. Ein herber Rückschlag zur Unzeit.


    Der zweite Treffer für die Badener in den letzten Sekunden der fünfminütigen Nachspielzeit machte schließlich den Sack zu. In der Nachbetrachtung kann man dem FCK zwar erneut eine über weite Strecken engagierte Leistung attestieren, doch am Ende war es wie so oft die mangelnde Chancenverwertung, mit der sich der FCK immer wieder selbst im Weg stand. Bei so vielen, zum Teil hochkarätigen Möglichkeiten in Führung zu gehen und vor dem Tor immer wieder die Nerven zu verlieren, ist einfach zu fahrlässig. „Was uns fehlt ist momentan die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Das zieht sich so ein bisschen wie ein roter Faden durch die Rückrunde – was uns in der Hinrunde unheimlich stark gemacht hat“, resümmierte Dirk Schuster nach der achten Rückrunden-Niederlage. Abgesehen von der mangelnden Chancenverwertung sah Schuster aber ein sehr gutes Spiel seiner Mannschaft.

    Eine Rückrunde zum Vergessen


    Was den 1. FC Kaiserslautern in der Hinrunde so stark gemacht hat, fehlt in der aktuellen Situation. Das machte auch Dirk Schuster nach dem Spiel deutlich. Oft ist es das Quäntchen Spielglück, das den Lautrern abgeht. Mangelnde Einstellung konnte man der Mannschaft auch in diesem Derby nicht vorwerfen - im Gegenteil. Es war bei weitem nicht alles schlecht. Klar, die Großchancen wurden nicht genutzt, aber diese Chancen wurden gut herausgespielt und es gab schnelle Ballstafetten im Mittelfeld. Oft war in den letzten Wochen zu hören, dass die Luft nach dieser langen Saison und dem frühen Klassenerhalt raus sei. Das mag kein gutes Argument sein, aber es trifft vielleicht den Kern der Sache. Die bevorstehende Sommerpause wird allen Beteiligten gut tun, um sich von dieser ersten Zweitligasaison zu erholen.

    Ein letztes Mal alle Kräfte bündeln


    Am Sonntag steht bereits der letzte Spieltag dieser turbulenten Saison an. Gegen die Fortuna aus Düsseldorf könnte mit einem Sieg doch noch ein versöhnlicher Abschluss der vergangenen Wochen gelingen. Für die Fortuna geht es ebenso wie für den FCK nur noch um die goldene Ananas. „Ich denke, dass wir auf diese Leistung im letzten Heimspiel aufbauen können, gegen Fortuna Düsseldorf am nächsten Sonntag nochmal alles mobilisieren, um mit einem versöhnlichen Ausklang eine sehr ordentliche Zweitliga-Saison für einen Aufsteiger dann auch beenden“, so Schuster.


    Quelle: Treffpunkt Betze


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    Diskussionsthema zum Artikel: Unerklärlicher Leistungsabfall: Auswärts stockt der FCK-Motor


    Unerklärlicher Leistungsabfall: Auswärts stockt der FCK-Motor

    Statt befreit aufzuspielen, liefert der FCK in Braunschweig eine seiner schwächsten Leistungen ab. Der Verfall in alte Muster ist aber nicht so einfach zu erklären.


    Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]

    1. Verfall in alte Muster
    2. Woran hat's gelegen?
    3. Voller Fokus auf den HSV

    Bei der vom Abstieg bedrohten Eintracht aus Braunschweig setzt es für den 1. FC Kaiserslautern die fünfte Auswärtsniederlage ohne einen einzigen eigenen Treffer in Folge. Wer glaubt, dass die Roten Teufel eine Woche nach dem mehr als spektakulärem Erreichen der 40-Punkte-Marke befreit aufspielen und gleichzeitig ohne Druck agieren, um die in den vergangenen Wochen abhanden gegangene Leichtigkeit wiederzufinden, der irrt.


    Die Niederlagenserie in der Fremde hält weiter an. Im Vorfeld der Partie sprach Dirk Schuster von einer „breiten Brust“, die sich der FCK durch das Heidenheim-Spiel erarbeitet hatte und mit der man den Braunschweigern nun begegnen wolle. Davon war über die neunzig Minuten hinweg gesehen allerdings nur wenig zu erkennen. Stattdessen waren es die Gastgeber, die die Zügel in der Hand hielten, was sich untermm Strich auch in den Statistiken zum Spiel eindeutig widerspiegelte. Gerade vor dem so heiß erwarteten, traditionsreichem Aufeinandertreffen mit dem HSV am kommenden Spieltag hatte man sich mehr von der Mannschaft erhofft. Dirk Schuster hat nun eine Woche Zeit, sein Team neu zu formieren.

    Verfall in alte Muster


    Dirk Schuster nahm im Vergleich zur Vorwoche zwei personelle Änderungen in der Startformation vor. So startete Hendrick Zuck anstelle von Erik Durm und Phillip Hercher ersetzte Aaron Opoku, der aufgrund muskulärer Probleme nicht mitwirken konnte. Vor über 2.500 mitgereisten FCK-Fans waren es nach Anstoß die Braunschweiger, die den Takt vorgaben. Bereits nach einer halben Stunde konnten die Gastgeber einige hochkarätige Torraumszenen für sich verbuchen, wohingegen die Roten Teufel lediglich durch einen halbwegs gefährlichen Standard durch Marlon Ritter das erste Mal in Aktion traten. Die zweite Hälfte sollte sich ähnlich gestalten. Wenig Risiko auf beiden Seiten und dennoch mehr Spielanteile für den Gastgeber, dem der FCK nur wenig entgegensetzen konnte. Zwar stand Schusters Mannschaft defensiv gewohnt stabil, in der Offensive tat sich allerdings kaum Gefahr auf, da unnötige Ballverluste oder gut verteidigende Braunschweiger ein ums andere mal das Lautrer Spiel hemmten. „Das sind für mich schon auch Signale, wo ich sage, dass man das durchaus besser machen kann. Das hat sich dann auch ein bisschen fortgesetzt,“ bewertete Schuster die Leistung seiner Mannschaft.


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    Die 1:0 Führung der Eintracht eine viertel Stunde vor Schluss war damit völlig verdient. „Ich glaube, es war klar, dass der, der das erste Tor macht, eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit hat, das Spiel zu gewinnen. Wie verlieren im Mittelfeld vielleicht ein bisschen zu einfach den Ball und dann fängst du dir einen“, erklärte Kapitän Jean Zimmer. Ben Zolinski hatte den sicheren Ausgleich nur wenige Minuten im Anschluss auf dem Fuß – vergab jedoch freistehend aus wenigen Metern Torentfernung an den Querbalken. „Dann hast du noch Riesenchancen zum 1:1, die du nicht machst, dann wird es sehr, sehr schwer“, so Zimmer weiter. Das alles passte dann aber irgendwie auch zu diesem schwachen und leeren Auftritt der Roten Teufel.

    Woran hat's gelegen?


    Ohne Zweifel war diese Leistung eine der schwächsten in dieser Saison gewesen. Aber genau jetzt – eine Woche nach der Sicherung des Klassenerhalts? Man hätte erwarten können, dass die Lautrer ganz ohne Druck befreit aufspielen können – gerade gegen Braunschweig, die im Kampf um den Abstieg jeden Zähler benötigen. So stand der FCK zwar über weite Teile stabil im Defensivverbund, in der Offensive war allerdings kein Hauch von Risiko zu erkennen. Die Abwesenheit von Kenny-Prince Redondo und Aaron Opoku auf den Außenbahnen war deutlich zu spüren. Letztlich waren es aber die fehlenden Basics, die die siebte Niederlage letzten Endes herbeiführten. „Ich glaube auch, dass nicht in jeder Situation des Spiels alle Antennen bei uns auf Sendung waren. Das machte sich beim Einwurf bemerkbar, als wir einen Gegner einfach Richtung unseres Strafraums haben laufen lassen, ohne dass wir ihn irgendwie attackieren, beim Eckball den Gegner parallel zur Grundlinie laufen lassen, wo auch eine Chance entsteht. Beim Gegentor in der eigenen Hälfte ein Dribbling gegen zwei, drei Mann – dann ein Zweikampfverlust. Und hinten raus diesen Gegenstoß, bei dem die Eintracht im Umschaltspiel sehr stark ist, einfach schlecht verteidigt“, so Dirk Schuster.

    Voller Fokus auf den HSV


    Nach den Ostertagen werden die Roten Teufel dann in die neue Trainingswoche starten. Wem bis dahin das schwache Auftreten in Braunschweig noch immer im Kopf herumspukt, dem dürfte beim Gedanken an das restlos ausverkaufte Topspiel gegen den Hamburger SV auf dem Betzenberg mit großer Sicherheit die Vorfreude emporsteigen. Mit dem HSV ist ein Aufstiegsaspirant zu Gast, gegen den es enorm schwer werden wird - schließlich entschied das Team von Tim Walter das Nordduell gegen Hannover 96 eindrucksvoll mit 6:1 für sich. Der FCK muss gegen das Nordlicht zwingend ein anderes Gesicht zeigen, denn mit einer Leistung ähnlich wie gegen Braunschweig könnte es ungemütlich werden. Mit dem Betzenberg im Rücken werden jedoch bekanntlich noch einmal ganz andere Kräfte auf dem Platz freigesetzt, mit denen quasi nichts unmöglich erscheint. Es ist abzuwarten, ob Dirk Schuster dann personelle Wechsel vollziehen wird, um dem HSV in voller Stärke entgegentreten zu können.


    Quelle: Treffpunkt Betze


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    Diskussionsthema zum Artikel: Minister Alexander Schweitzer: "Hier regiert der FCK!"


    Minister Alexander Schweitzer: "Hier regiert der FCK!"

    Drei Fragen, drei Antworten: Alexander Schweitzer über Besuche in der Westkurve und einen fraktionsübergreifenden FCK-Fanclub im Mainzer Landtag.


    Alexander Schweitzer ist auf der politischen Ebene nicht mehr wegzudenken. Schon seit vielen Jahren gestaltet er die Politik im Lande aktiv mit. Von 2014 bis 2021 war er Vorsitzender der SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, ehe er im Mai 2021 das Ministeramt für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung im Kabinett Dreyer antrat. Seit Dezember 2017 gehört der Südpfälzer zudem dem SPD-Parteivorstand an. Trotz des politischen Hauptsitzes in Mainz bekennt sich Minister Schweitzer ganz klar zu den Roten Teufeln vom Betzenberg – in guten, wie in schlechten Zeiten. Darüber spricht der 49-Jährige im heutigen Dreierpack auf Treffpunkt Betze.

    "Am liebsten in der Westkurve"


    Treffpunkt Betze: Als Arbeitsminister dürfte Ihr Terminkalender mit Sicherheit eng getaktet sein. Finden Sie dennoch regelmäßig Zeit für einen entspannten Besuch eines Heimspiels auf dem Betzenberg? Und wie intensiv verfolgen Sie den FCK im Alltag?


    Alexander Schweitzer: Tatsächlich ist es mit den regelmäßigen Besuchen bei Heimspielen auf dem Betzenberg gar nicht so einfach. Ich versuche es einzurichten, wann immer es geht. Am liebsten zusammen mit Freunden - und am liebsten in der Westkurve. Ich fahre dann auch gerne aus der Südpfalz mit dem Zug in Richtung Kaiserslautern. Das Heimspiel-Feeling fängt für mich dann schon bei der Bahnfahrt an. Aber das lässt sich manchmal nicht in die Wochenenden einbauen, weil ich in der Regel auch an den Samstagen und Sonntagen ziemlich viele dienstliche Termine habe. Aber wenn ich es mal schaffe, ist die Vorfreude auch immer wahnsinnig groß. Ich genieße dann die Betze-Atmosphäre - fast unabhängig vom Spielausgang.


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    "Es gibt eine treue FCK-Anhängerschaft im Parlament"


    Treffpunkt Betze: Vor einigen Jahren kam es zur Gründung des ersten fraktionsübergreifenden FCK-Fanclubs im rheinland-pfälzischen Landtag. Wie kam es damals zu dieser Gründung? Zudem skandierten Sie via Twitter: "Hier regiert der FCK!", wohlgemerkt im Mainzer Parlament. War das ein kleiner Seitenhieb in Richtung der 05er?


    Alexander Schweitzer: Das waren Zeiten, da ging es dem FCK sportlich nicht gut. Aber ich habe relativ schnell gemerkt, dass es mit vielen politischen Freunden oder auch Landtagskollegen - auch aus anderen politischen Fraktionen, eine treue Anhängerschaft im Parlament gibt. Viele, vor allem die Pfälzer, aber nicht nur die Pfälzer – auch die aus anderen Landesteilen, standen und stehen zum FCK. Aus Tradition, weil man in der Familie schon immer beim FCK war, weil man einfach auch weiß, wie bedeutsam der Verein ist. Und in der Situation haben wir gesagt: „Okay, das wäre ein gutes Signal, wenn auch der FCK, der Verein und auch die Anhängerschaft sehen würden, dass man, auch wenn man in Mainz arbeitet, trotzdem zum FCK stehen kann“. Genauso haben wir es gehalten. Uns war immer wichtig, dass es kein parteipolitischer Fanclub wird, sondern, dass da alle demokratischen Farben zusammen sind. Und so haben wir den Fanclub damals gegründet. Und wenn ich sage: „Hier regiert der FCK!“, dann gilt das für mich überall dort, wo ich in Rheinland-Pfalz und in Deutschland unterwegs bin - sportlich gesehen auf jeden Fall. Ich muss sagen, dass der parlamentarische Fanclub momentan so ein wenig eingeschlafen ist, aber ich weiß, dass die Fanclub-Mitglieder alle noch beim FCK sind und den Verein unterstützen. Eigentlich wäre es mal wieder eine gute Gelegenheit, den Fanclub zu revitalisieren.

    "Festhalten an dem, was einem wichtig ist"


    Treffpunkt Betze: Als langjähriger FCK-Fan haben Sie natürlich auch die Zeiten miterlebt, in denen es für die Roten Teufel sportlich gesehen nicht ganz so rund lief. Das ändert sich aktuell. Angesichts solcher Entwicklungen: Was kann Politik grundsätzlich - und natürlich auch Sie in Ihrer Funktion - vom Fußball lernen und umgekehrt?


    Alexander Schweitzer: Ich glaube, was man vom FCK lernen kann, dass man den Glauben an sich und seine eigene Kraft nicht verlieren darf. Und dass Werte wie Teamgeist – bei Fritz Walter hieß das „Kameradschaft“ Bestand haben. Auch wenn die Zeiten schwierig sind. Und da kann Politik, da kann die Gesellschaft insgesamt auch lernen. Am Ende kommt es allerdings auch darauf an, dass die Ergebnisse stimmen – das merken wir ja auch beim FCK. Momentan stimmen sie ja – ich bin sehr zuversichtlich was die Saisonziele angeht. Aber es ist eben wichtig nicht schnell aufzugeben oder sich nach neuen Ufern umzuschauen, denn in der Politik, wie im Leben auch, gilt es, am dem festzuhalten, was einem wichtig ist - auch wenn der Wind von vorne kommt.


    Quelle: Treffpunkt Betze


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    Diskussionsthema zum Artikel: Die Leichtigkeit ist weg: Noch Luft nach oben beim FCK


    Die Leichtigkeit ist weg: Noch Luft nach oben beim FCK

    Kurz vor der 40-Punkte-Marke fängt der FCK an zu straucheln. Ein Trend, der sich seit Wochen abzeichnet. In der Gesamtbetrachtung ist man dennoch im Soll. Ein Kommentar.


    Im Freitagabend-Spiel gegen den SV Sandhausen offenbarte der 1. FC Kaiserslautern fast schon gewohnte Muster. Früher Rückstand, Ausgleich, Führung. Doch im Vergleich zu zahlreichen Hinrunden-Partien schafften es die Roten Teufel diesmal nicht, die drei Zähler über die Zeit zu bringen. Bei widrigen Bedingungen auf dem Betzenberg ging es nicht nur um das Geschehen auf dem Rasen – vor Anpfiff der Partie wurde Mittelfeldspieler René Klingenburg, der seit dem Aufstieg unter Cheftrainer Dirk Schuster keine tragende Rolle mehr spielte, offiziell als Spieler verabschiedet. Mach's gut, Klinge!

    Ziel Klassenerhalt: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen


    Exakt 39.779 Zuschauer wollten sich das Aufeinandertreffen gegen den SV Sandhausen nicht entgehen lassen. Mit einem Heimsieg an diesem so windigen Freitagabend hätten die Lautrer den sicheren Klassenerhalt endlich perfekt machen können. Doch diese Hoffnung wurde bereits nach acht gespielten Minuten gedämpft, als der Sandhäuser Kutucu die FCK-Defensive mit einem schnellen Antritt umkurvte und aus der Distanz zur frühen Führung für die Gäste traf. Erst nach rund einer halben Stunde begannen die Hausherren, ihre Offensivqualitäten unter Beweis zu stellen. Letztlich war es SVS-Torhüter Drewes zu verdanken, dass der FCK in Person von Innenverteidiger Boris Tomiak zum verdienten Ausgleich traf. Im Fokus des Treffers stand die Prüfung durch den VAR, das Tor wurde schlussendlich anerkannt. „Es ist schon ein komisches Gefühl. Du schießt ein Tor, bist am Jubeln und eine Minute später kommt auf einmal ein Signal. Dann dauert es fünf Minuten, in denen du warten musst. Aber so ist es halt einfach“, kommentierte Hendrick Zuck dem für die Pfälzer noch recht neuen Umgang mit dem VAR.


    Wirklich kein gutes Spiel auf Seiten des FCK


    Gegen die in weiten Teilen der Partie schwach aufspielenden Gäste haperte es auch im Lautrer Spiel an vielen Ecken und Kanten. So wurde der eigene Ballbesitz ständig durch unzählige und unnötige Ballverluste gestoppt. Auch Terrence Boyd, der einen müden Eindruck machte, konnte wie schon zuletzt mit langen und häufig zu unpräzisen langen Bällen nicht ins Spiel eingebunden werden. Ohne Akzente zu setzen, blieb Lauterns bester Scorer an diesem Abend eher unsichtbar. Hoffnung keimte auf den Rängen wieder auf, als Kevin Kraus in der 76. Spielminute per Handelfmeter zur Führung traf. „Ich schieße ja auch im Training Elfmeter. Ich war mir sicher, dass ich den reinmache. Habe mir den Ball geschnappt und es ist gutgegangen“, kommentierte Kraus seinen inzwischen vierten Saisontreffer mit einem Schmunzeln. Der Ausgleich durch Franck Evina, nur vier Minuten nach der FCK-Führung, kam wenig überraschend. Direkt nach dem Rückstand erhöhte Sandhausen gehörig den Druck - die Hausherren wirkten müde, kraftlos und ließen den SVS einfach gewähren.


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    „Sind noch keine gestandene Mannschaft“


    So gut es in der Hinserie lief, umso mehr schwächelt der 1. FC Kaiserslautern seit dem Spiel gegen St. Pauli. Die in der Vergangenheit so oft zitierte Demut - verbunden mit der Erkenntnis, dass es auch ganz anders laufen kann, zeigt sich in genau diesen Wochen. „Es war klar, dass auch mal andere Zeiten kommen, dass auch mal drei, vier Spiele kommen, die wir vielleicht nicht gewinnen. Das war ganz klar. Wir sind immer noch Aufsteiger“, lautete Hendricks Zucks Versuch einer Einordnung. Trotzdem bleibt die Frage, ob der Ausgleichstreffer nicht doch vermeidbar gewesen war. Avdo Spahic vertrat den erkrankten Andreas Luthe und sah bei beiden Gegentreffern nicht allzu gut aus. „Natürlich möchte man, wenn man kurz vor Schluss mit 2:1 in Führung liegt, dieses Spiel auch gerne gewinnen und die drei Punkte hierbehalten. Aber wir haben es nicht geschafft, weil wir uns beim 2:2 bei der Verteidigung dieses Eckballs nicht gut angestellt haben,“ erklärte Dirk Schuster im Nachgang des Spiels. Der Punktgewinn sei angesichts der Infektionswelle und der daraus resultierenden Trainingswoche dennnoch positiv zu bewerten, betonte Schuster.

    Nächster Halt: Tabellenführer


    In der nächsten Woche wartet auf den FCK ein echter Brocken. Auswärts am Böllenfalltor werden die Lautrer gegen den SV Darmstadt richtig gefordert - hoffentlich mit einer fitten und auskurierten Mannschaft. „20:30 Uhr gegen den Tabellenführer, da gibt es eigentlich nichts geileres“, äußert Hendrick Zuck voller Vorfreude. Doch um beim Tabellenführer zu bestehen, müssen es die Roten Teufel deutlich besser machen, die Fehler aus dem Sandhausen-Spiel abstellen und ohne Hemmungen auf dem grünen Rasen das abliefern, was den FCK in der Hinserie so stark machte. Es gilt, die abhanden gegangene Leichtigkeit wiederzufinden. Wo könnte das besser gelingen als beim Spitzenreiter, bei dem man eh nur wenig zu verlieren hat. „Am Böllenfalltor ist ja auch immer die Hölle los, es werden hoffentlich viele Lautrer Fans mitkommen“, weiß auch Kevin Kraus. Im besten Fall wird die 40-Punkte-Marke dann in Darmstadt überschritten. Denn wer den FCK kennt, der weiß, dass alles möglich ist. Und wenn es nicht klappt, bleiben noch weitere neun Spiele. Weiter geht der Lachs in Richtung Klassenerhalt!


    Quelle: Treffpunkt Betze


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    Diskussionsthema zum Artikel: "Einfach zu wenig": Erste Auswärtsniederlage schmerzt


    "Einfach zu wenig": Erste Auswärtsniederlage schmerzt

    Dritte Saisonniederlage: Gegen den FC St. Pauli zeigt der FCK eine schwächere Leistung und verliert erstmals in der Fremde. Damit misslingt den Roten Teufeln der Sprung auf Platz 3.


    Bei den Kiezkickern aus St. Pauli setzte es für den 1. FC Kaiserslautern am 20. Spieltag die erste Niederlage in der Fremde. Bis dato waren die Roten Teufel das einzige Team in allen vier deutschen Profiligen, welches einen solchen Wert vorweisen konnte. Diese erste Niederlage ist der Beweis dafür, dass beim FCK noch längst nicht alles wie am Schnürchen läuft. Zwar gerieten die Pfälzer auch diesmal in Rückstand, ein „Comeback“ blieb jedoch ausnahmsweise aus.


    Damit ist die Erfolgswelle der vergangenen Wochen vorerst vorüber. Nach fünf Siegen in Folge war im Spiel gegen St. Pauli vieles nicht so, wie es sich das Trainerteam erhoffte. Über weite Strecken der Partie lief gerade das Offensivspiel auf Sparflamme. Da verhalf auch die aufbäumende Schlussphase, in der die Roten Teufel versuchten, nochmal alles nach vorne zu werfen, zu nichts mehr. Aber: „Weiter geht der Lachs!“. Es war abzusehen, dass nicht jedes Spiel gewonnen werden kann.

    Offensive kommt nicht zum Zug


    Das gewohnte FCK-Muster der vergangenen Wochen, bestehend aus: 1. Schwache Anfangsphase, 2. Gegentreffer, 3. Halbzeitansprache, 4. Comeback, 5. Sieg, ließen die Roten Teufel im Spiel gegen St. Pauli mächtig vermissen. Die Anfangsphase gestalteten die Hamburger mehr für sich, was sich im dominanteren Ballbesitzspiel und dem Offensivzug nach vorne zeigte. Doch mit fortlaufender Spieldauer fand Schusters Mannschaft mehr und mehr in die Partie und nahm stellenweise den Kampf an, konnte jedoch nur wenige Offensivaktionen für sich verzeichnen. Beispielsweise dann, als nur wenige Augenblicke, nachdem nach 70 gespielten Minuten der Gegentreffer fiel, die Roten Teufel in Person von Terrence Boyd die riesige Chance zum Ausgleich hatten. Doch es war nicht der Tag der Terrence Boyd. Am fehlenden Kampf der Gäste aus der Pfalz lag es gewiss nicht. Grätschen, Wortgefechte und kleinere Reibereien gab es zu Hauf. Generell muss man den Lautrern jedoch ein spielerisch durchwachsendes Spiel attestieren.


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    Schuster: „Wir haben kein gutes Spiel gemacht“


    Bereits vor dem Aufeinandertreffen mit St. Pauli gestand Trainer Dirk Schuster, dass die Spielweise der Hamburger bei der Vorbereitung auf die Partie für „Kopfzerbrechen“ gesorgt hatte. Und dieses sollte sich auch bewahrheiten. Die Kiezkicker standen bei Lautrer Ballbesitz tief und ließen damit kaum Raum für ein geordnetes Aufbauspiel der Roten Teufel. Das hatte zur Folge, dass die Bälle häufig über die Außen lang und weit geschlagen wurden, wodurch kein richtiger Spielfluss zustande kam. Dirk Schuster resümierte dennoch optimistisch. „Wir haben bisher eine sehr gute Runde gespielt. Dass wir nicht wie das Messer durch die Butter durch die zweite Liga gehen, das war doch jedem klar und dass irgendwann mal ein Rückschlag kommt und dass wir mal ein Spiel verlieren werden, damit hat auch jeder gerechnet“. Schusters Devise, jeder Punkt müsse hart erarbeitet werden, zeigt sich mit dem Pauli-Spiel einmal mehr. Lautern ist zunächst wieder „back to earth“.

    Des werd schunn widder


    Die erste Auswärtssniederlage in dieser Saison muss jetzt einfach abgehakt werden. Und das wird die Mannschaft auch tun. Ein Terrence Boyd, der den Ausgleich mit einer der wenigen gefährlichen Torszenen quasi auf dem Fuß hatte, wird nächste Woche gegen Paderborn mit einem Doppelpack alles vergessen machen. Und wie geht's jetzt weiter nach der Pleite? „Wir müssen die Niederlage einstecken und genauer analysieren, müssen aus den Fehlern ein bisschen lernen, damit wir in der Zukunft solche sechzig Minuten nicht nochmal in dieser Form spielen, wo der Gegner das mit den körperlichen Faktoren, mit den Tugenden und den Basics ein bisschen besser gemacht hat als wir“, so der Cheftrainer. Erwähnt sei an dieser Stelle, dass der FCK weiterhin auf Platz fünf der Tabelle steht und es immer noch nur fünf Zähler bis zum ausgesprochenen Saisonziel sind. Die Roten Teufel befinden sich auch trotz der Niederlage weiterhin im siebten Himmel. Also: Krone richten und sich voll und ganz auf Paderborn vorbereiten.


    Quelle: Treffpunkt Betze


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    Diskussionsthema zum Artikel: 4:0: FCK feiert souveränen Sieg im Testspiel gegen Erfurt


    4:0: FCK feiert souveränen Sieg im Testspiel gegen Erfurt

    Die Roten Teufel haben die Generalprobe vor dem Rückrundenauftakt in Hannover überzeugend gemeistert. Im Testspiel gegen Rot-Weiß Erfurt traf Lex-Tyger Lobinger doppelt.


    Nach der Rückkehr des 1. FC Kaiserslautern aus dem Trainingslager in der Türkei und einigen in der Pfalz absolvierten Trainingseinheiten stand am Sonntag der dritte und letzte Test vor dem Rückrundenauftakt bei Hannover 96 auf dem Programm. Die Roten Teufel bestritten ihr Testspiel gegen das Regionalliga-Spitzenteam Rot-Weiß Erfurt. Mit 4:0 entschieden die Männer in Rot das Aufeinandertreffen verdientermaßen für sich.

    Drittes Testspiel im neuen Jahr: Endlich wieder Betze-Luft


    Trotz bewölktem Himmel und kühlen Temperaturen ließen es sich rund 1.350 Fans nicht nehmen, die Generalprobe der Roten Teufel zu beobachten. Sprechgesänge und lautstarke Anfeuerungen hallten mit dem Anpfiff über Platz 4 im Hintergrund des Fritz-Walter-Stadions. Direkt zu Beginn der Partie zahlte sich die gute Stimmung in Form des 1:0 Führungsteffers aus. Nach nur zwei Spielminuten traf Julian Niehues nach einer Standardsituation. Der FCK hatte in der Folge die klare Spielkontrolle und ließ Erfurt keinen Raum zum Kombinieren. Unter dem Strich hatten die Thüringer dem Spiel der Lautrer nur wenig entgegenzusetzen. Stattdessen legte die Mannschaft von Cheftrainer Dirk Schuster nach. Nach einem Weitschuss von Boris Tomiak und anschließendem Torwartfehler staubte Terrence Boyd souverän ab.


    Der zweite Durchgang gestaltete sich ähnlich. Nur kurz nach Wiederanpfiff verwandelte Lex-Tyger Lobinger per Kopf zum 3:0. Den Schlusspunkt setzte Lobinger dann ebenfalls selbst – mit seinem zweiten Treffer zum hochverdienten 4:0. Der 1. FC Kaiserslautern spielte sich ein ums andere Mal gefährliche Tormöglichkeiten heraus und zeigte gute Ansätze im Offensivspiel. Die Erfurter kamen über die gesamten neunzig Minuten hinweg kaum zum Zug, denn der FCK präsentierte sich motiviert und von seiner besten Seite. Besonders auffällig waren neben der defensiven Stabilität das beinahe fehlerfreie Aufbauspiel sowie das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Offensivreihe. Hier scheinen die Roten Teufel in der Winterpause einen guten Schritt nach vorne gemacht zu haben. Am Ende war es ein sichtlich gelungener Test. Auch zur Freude aller Fans, die gut gelaunt die Heimreise antreten konnten.

    Lobinger: „War ein guter Belastungstest“


    Mit seinen beiden Treffern und einer insgesamt starken Leistung steuerte Lex-Tyger Lobinger einen großen Beitrag zum Testspielsieg bei. „Es ist natürlich immer schön, wenn man trifft. Ich glaube, nach dem Trainingslager sind wir jetzt alle fit, das hat man gemerkt. Der Sieg hat der Mannschaft gutgetan. Es war ein guter Belastungstest, bevor es so langsam ernst wird im Hinblick auf Hannover“, äußerte der Doppel-Torschütze im Gespräch mit Treffpunkt Betze.


    Nun bleiben Mannschaft und Trainerteam zwei Wochen, um sich auf den Rückrundenstart in Hannover vorzubereiten. Lex-Tyger Lobinger blickt dem Ligastart bereits mit Vorfreude entgegen. „Das kommt jetzt Stück für Stück immer näher. Der Trainer weiß auch schon, was er macht und dann werden wir da gut vorbereitet sein.“ Die Roten Teufel können dem anstehenden Ligaalltag demnach völlig selbstbewusst entgegentreten. „Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein“, so Lobinger.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Zolinski mit Beschwerden - FCK mit positivem Jahresabschluss


    Zolinski mit Beschwerden - FCK mit positivem Jahresabschluss

    Bei Minusgraden traten die Roten Teufel beim letzten Testspiel des Jahres auf den Drittligisten Wehen Wiesbaden. Zu überzeugen wussten vor allem drei junge Talente.


    Nach der zuletzt vierwöchigen Pause startete der 1. FC Kaiserslautern bereits am vergangenen Wochenende in die erste Trainingswoche, um sich auf die anstehende Rückrunde vorzubereiten. Am Freitagnachmittag stand dann das erste Testduell gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden an. Der erste Eindruck kann als durchaus positiv gewertet werden. Mit 2:0 entschieden die Roten Teufel diese Partie am Ende für sich.

    Kalt, kälter, Kaiserslautern


    Am Betzenberg herrschten trotz einiger weniger Sonnenstrahlen eisige Temperaturen. Dirk Schuster musste gleich mehrere erkrankte Spieler kompensieren, darunter Erik Durm, Marlon Ritter, Terrence Boyd, Lars Bünning und Muhammed Kiprit. Julian Niehues plagt sich derweil mit den Spätfolgen einer Oberschenkelverletzung rum. Stattdessen setzte das Trainergespann auf drei Spieler aus der U19 - Mika Haas gelang als Verteidiger sogar der Sprung in die Startelf. Alle drei meisterten ihren Job allesamt souverän. Zu den ausgefallenen Akteuren gesellte sich jedoch auch Ben Zolinski, der aufgrund von Beschwerden kurzfristig passen musste. Schuster hatte mit dem 30-Jährigen nach seiner langen Verletzungspause ursprünglich geplant, wie er nach dem Spiel äußerte. „Normalerweise sollte er eine Halbzeit spielen, hat aber gestern in der Kniekehle einen leichten Schmerz verspürt, was über Nacht nicht besser wurde.“

    FCK dreht in Halbzeit zwei auf


    Zu Beginn des ersten Durchgangs waren die Gäste aus Wiesbaden die etwas spielbestimmendere Mannschaft mit größerem Ballbesitzanteil in den eigenen Reihen. Der FCK tastete sich mehr und mehr ran und fand zunehmend in das Spiel hinein. Doch nennenswerte Großchancen waren in den ersten fünfundvierzig Minuten auf beiden Seiten Mangelware. Erst nach dem Seitenwechsel und insgesamt acht Auswechslungen nahmen die Roten Teufel in ihren Aktionen vermehrt Fahrt auf. So gelang U19-Spieler Lucas Leibrock in der 61. Minute nach Vorlage von Lex Tyger Lobinger die Führung. Nur zehn Minuten später setzte der eingewechselte Phillip Hercher mit seinem Treffer zum 2:0 dann schlussendlich den Strich unter die Begegnung.

    Allen die Möglichkeit geben, sich zu zeigen


    Durch den Test heute haben wir uns weiter Fitness geholt und ich bin zufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben“, kommentierte Torschütze Hercher. Cheftrainer Dirk Schuster legte seinen Fokus wenig überraschend nicht auf das Ergebnis, wie er nach der Partie verriet. „Das Ergebnis hat mich nicht groß interessiert. Ich habe der Mannschaft im Vorfeld gesagt, dass es mehr darum geht, sich auszubelasten. Dass wir ein Testspiel machen, das voll in den Trainingsbetrieb integriert worden ist.“ Weiter sagte Schuster: „Wir haben in fünf Tagen insgesamt zehn Einheiten gemacht, die teilweise auch sehr intensiv waren. Wir wollten allen die Möglichkeit geben, sich zu zeigen.“


    Das hatte sich offensichtlich ausgezahlt, denn vor allem die Spieler der U19 fügten sich nahtlos ins Spielgeschehen ein, weshalb der Chef auch lobende Worte für sie fand. „Es hat mich besonders gefreut, dass die jungen Spieler von der U19 im Prinzip gar keinen Qualitätsunterschied haben erkennen lassen. Sie haben sehr mutig und agil agiert.“ Abwehrchef Kevin Kraus, der heute zur Verwunderung zahlreicher Fans im Kurzarm-Trikot spielte, war mit der Leistung der gesamten Mannschaft generell zufrieden. „Ich glaube, dass wir ein ordentliches Spiel gemacht haben. Klar, hier und da gab es Feinheiten, die noch nicht so geklappt haben, aber am Ende des Tages ist der Trainer glaube ich zufrieden.“ Zu seinem Auftreten im kurzärmligen Hemd bei diesen eisigen Temperaturen ergänzte Kraus noch mit Humor: „So fühle ich mich einfach wohler.“


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Für die Werte eines "zeitlos genialen Antistars"


    Für die Werte eines "zeitlos genialen Antistars"

    Die Fritz-Walter-Stiftung ist wahrlich keine gewöhnliche Stiftung. Sie hat zum Ziel, die Werte Walters zu erhalten und weiterzugeben - besonders an Kinder und Jugendliche.


    Bereits seit ihrer Gründung im Jahre 1999 durch das Land Rheinland-Pfalz, den Deutschen Fußballbund, den 1. FC Kaiserslautern und Fritz Walter selbst, fördert die Fritz-Walter-Stiftung soziale und gesellschaftliche Belange rund um den Sport. Dabei wendet sie sich zu großen Teilen der Förderung im Jugendbereich zu und liefert gleichzeitig wichtige Impulse für den Sport – national sowie international. Unterschiedlichste Projekte zählen zu den Aushängeschildern der Stiftung, die allesamt auf einem Nenner basieren: Die Werte des Fritz Walter erhalten und weitergeben.

    „Back to the roots“ – Fußball spielen im Stile Fritz Walters


    Der Schlüssel zum Erfolg ist Kameradschaft und der Wille alles für den anderen zu geben.“ Es ist wohl der berühmteste Satz von Fritz Walter, dem Weltmeisterkapitän von 1954. Seine bescheidene Art und seine Werte sind auch heute noch Vorbild für viele Menschen, die ihn zu Lebzeiten erleben durften. Doch was ist mit den Kindern und jungen Sportlern von heute? Wer von ihnen kennt überhaupt diesen Fritz Walter und wer weiß überhaupt, was ihn als Sportler und als Menschen so besonders machte? Um gerade jungen Menschen Walters Werte näherzubringen, veranstaltet die Fritz-Walter-Stiftung unter dem Motto „Kanälchers Straßenfußball“ immer wieder Fußballturniere in mobilen „Street-Soccer-Courts“. Fußball spielen auf der „Straße“. Fußball spielen, so wie es einst der junge Fritz mit seinen Freunden in der Lautrer Bismarckstraße tat, als Kanalöffnungen an den Bordsteinkanten als Tore herhielten – daher auch der Name „Kanälchers“.


    Der heutige Gedanke dahinter ist, die Integration von Kindern aller Nationalitäten zu fördern und dabei den Fairplay-Gedanken zu stärken. Besonders ist hierbei, dass es keinen Schiedsrichter gibt, sodass die spielenden Kinder untereinander - ganz von alleine - auf die Einhaltung der Spieregeln achten. Denn eines war dem legendären Fritz Walter immer besonders wichtig: Ein faires Spiel! Michael Desch, Geschäftsführer der Fritz-Walter-Stiftung kommentiert gegenüber Treffpunkt Betze die Werte Walters und dessen Einfluss auf die Gegenwart wie folgt: „Als zeitlos genialer Antistar wurde Fritz Walter oft bezeichnet. Seine Werte, Treue, Heimatverbundenheit oder Kameradschaft sind ja bekanntlich der Schlüssel zum Erfolg – und sie sind auch in der heutigen Zeit eine Richtschnur für junge Menschen. Daher sind unsere Projekte an Schulen von besonderer Bedeutung.

    Eine Ehrung der besonderen Art


    Wer heute noch wie Fritz Walter stets fair spielt und gleichzeitig durch besondere Leistungen auffällt, der wird ganz im Sinne Walters auf eine ebenso besondere Art und Weise geehrt. Die Verleihung der Fritz-Walter-Medaille gehört zu den wohl bekanntesten Auszeichnungen Deutschlands, die den Sport betreffen. Seit 2005 werden jedes Jahr junge Nationalspielerinnen und Nationalspieler vom Deutschen Fußball-Bund für außerordentliche Leistungen, sowohl auf als auch neben dem grünen Rasen ausgezeichnet. Stars wie beispielsweise Toni Kroos, Mario Götze, Antonio Rüdiger oder auch Manuel Neuer wurden in jungen Jahren mit der Medaille ausgezeichnet. Aber auch in der jüngsten Vergangenheit wurden Spielerinnen und Spieler wie Florian Wirtz, Lena Oberdorf oder Karim Adeyemi mit diesem besonderen Preis geehrt. Eine Auszeichnung, die an das Ideale Walters erinnern soll.


    Ein weiteres Projekt der Stiftung stellt der Fritz-Walter-Cup dar. Ein großes Schulfußball-Turnier, das in eine Vorrunde, Zwischenrunde, Regionalentscheide und ein Landesfinale aufgeteilt ist und normalerweise jährlich – Corona hatte die Austragung in den letzten Jahren deutlich erschwert - stattfindet. Geschäftsführer Michael Desch hat zu eben jenem Cup noch eine ganz besondere Anekdote parat. „Als der Fritz-Walter-Cup noch in den Anfängen war, durfte ich Fritz und Ottmar Walter einmal zu einem Turnier bringen. Um in die Halle zu gelangen, mussten wir an mehreren Klassenzimmern vorbei. Plötzlich rief ein Kind: 'Fritz Walter ist da!'. Und nach wenigen Sekunden skandierten hunderte Kinder an den Fenstern: 'Fritz Walter, Fritz Walter'. Der Unterricht musste abgebrochen werden und die ganze Schule folgte Fritz Walter und seinem Bruder in die Sporthalle.“ Ein mit Sicherheit ganz besonderes Erlebnis. Es gibt jedoch auch viele andere Momente, die Michael Desch in den vergangenen 20 Jahren bei seiner Arbeit in der Stiftung immer wieder bestätigten, wie er selbst sagt. „Mal sind es die beeindruckenden Meldezahlen bei unserem Cup, mal lachende Kinder bei den Kanälchers-Turnieren und mal ist es eine gute Parade des Nationaltorhüter Manuel Neuer, der in jungen Jahren die Fritz-Walter-Medaille erhalten hat.“

    Wichtige Beiträge zur interkulturellen Völkerverständigung


    Neben den etablierten Projekten wie dem „Kanälchers Straßenfußball“, der Fritz-Walter-Medaille oder dem Fritz-Walter-Cup fand in diesem Jahr außerdem der erste Sommerpokal der Fritz-Walter-Stiftung statt. Recht spontan, aber dafür umso wirkungsvoller. Denn die Einschränkungen der Pandemie hatte es in den vergangenen Jahren nicht zugelassen, größere Schulfußball-Turniere zu veranstalten. Und so kam es, dass unter anderem Anfang Juli der Ball in Trier rollte. Auf dem Gelände der AfA (Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende) hatten viele Schulklassen reichlich Spaß beim Fußballspielen. Ob klein oder groß – jeder Treffer wurde umjubelt, was zudem ein Publikum unterschiedlichster Nationen anzog. Denn die Fritz-Walter-Stiftung sieht sich auch dazu verpflichtet, einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. So besteht auch eine „Ungarnpartnerschaft“. Denn nachdem die deutsche Fußballnationalmannschaft im Weltmeisterschaftsendspiel von 1954 Ungarn besiegt hatte, entwickelten sich in den darauffolgenden Jahren deutsch-ungarische Freundschaften. Es fanden regelmäßige, gegenseitige Besuche der ehemaligen Finalkontrahenten statt. Einer, der im WM-Finale 1954 das Trikot der Ungarn trug, war Jenö Buzánszky, der rechte Verteidiger des damaligen Endspiel-Favoriten. Mit der gleichnamigen Jenö Buzánszky-Stiftung arbeitet die Fritz-Walter-Stiftung heute zusammen.

    Fritz Walter, Fritz-Walter-Stiftung und Lotto-Rheinland-Pfalz


    Erst im Juni dieses Jahres hat der 1. FC Kaiserslautern die Partnerschaft mit „Lotto Rheinland-Pfalz“ verlängert. Es ist eine der treuesten bestehenden Partnerschaften im deutschen Fußballgeschäft. Doch was hat all das mit dem legendären Fritz Walter zu tun? Nun, der Weltmeisterkapitän von 1954 war sein Leben lang Partner von Lotto Rheinland-Pfalz und pflegte über viele Jahre ein freundschaftliches Verhältnis zu Hans-Peter Schlösser, dem damaligen Lotto-Geschäftsführer. Fritz Walter selbst führte zudem eine Lotto-Annahmestelle in Kaiserslautern. Aus diesen Gründen arbeitet die Fritz-Walter-Stiftung auch noch heute mit „Lotto Rheinland-Pfalz“ zusammen, wodurch in diesen Tagen durch unterschiedliche Aktionen und Veranstaltungen, die dem guten Zweck gewidmet werden, soziale und gesellschaftliche Belange unterstützt werden.


    Im Jahre 1999 wurde daher die „Lotto-Elf“ gegründet, die jedes Jahr für den karikativen Zweck in unterschiedlichen Gegenden von Rheinland-Pfalz gastiert und ihre Fußballschuhe schnürt. Gespickt ist diese Mannschaft jedes Mal aufs Neue mit prominenten Gesichtern des Sports. Dazu gehören beispielsweise Guido Buchwald, Dariusz Wosz oder David Odonkor, um nur ein paar Namen zu nennen. Seit der Gründung der Lotto-Elf wurden über 2,5 Millionen Euro für den guten Zweck erspielt. Im Mai dieses Jahres machte die Prominentenmannschaft dann unter anderem Halt in Herxheim bei Landau - zum Auftakt der 24. Benefizsaison. Neben dem Ausrichter „Lotto-Rheinland-Pfalz“ wurde das karikative Event natürlich auch von der Fritz-Walter-Stiftung getragen und organisiert. Mit einer großen Tombola der Stiftung und einem abwechslungsreichem Rahmenprogramm für Klein und Groß sorgte man für einen gelungenen Tag im Zeichen des guten Zwecks, bei dem unter dem Strich 12.000 Euro rund um das Benefizspiel zusammengekommen waren.

    Noch mehr Zusammenarbeit unter den DFB-Stiftungen


    Die Fritz-Walter-Stiftung leistet in ihren gesellschaftsfördernden Projekten also einen wichtigen Beitrag – genauso wie alle anderen DFB-Stiftungen auch. Genau deshalb wurde im November der Verein „Fußball stiftet Zukunft e.V.“ von insgesamt 27 Fußballstiftungen - darunter auch die Fritz-Walter-Stiftung als Gründungsmitglied, gegründet. Ziel hierbei ist es, die Zusammenarbeit der einzelnen Fußball-Stiftungen noch effektiver zu gestalten und das soziale Engagement der unterschiedlichen Organisationen zu bündeln. „Der Verein versteht sich als lernendes Netzwerk. Uns einen die gemeinsame Herkunft und die mit dem Fußball verbundenen Werte. Mit den Möglichkeiten des Fußballsports sollen soziale und gesellschaftliche Themen aufgegriffen und gemeinsame Initiativen entwickelt werden. Jedem einzelnen Mitglied bietet sich im Rahmen seiner eigenen Satzung eine Plattform für Kooperation mit anderen Mitgliedern“, so Lisa Niederdrenk, Geschäftsführerin der Lukas Podolski Stiftung und Vorsitzende des neuen Vereins. Die Zusammenarbeit „Fußball stiftet Zukunft“ besteht bereits seit fast zehn Jahren, doch mit der Gründung des gleichnamigen, neuen Vereins geht man nun den nächsten Schritt, um die Arbeit im Hinblick auf gesellschaftliche sowie soziale Angelegenheiten zu optimieren.


    Quelle: Treffpunkt Betze


    Hinweis: Wer die Aktivitäten der Fritz-Walter-Stiftung unterstützen möchte, hat einerseits die Möglichkeit zu spenden (IBAN: DE 53 5405 0110 0000 3250 50) oder dem Förderverein als Mitglied beizutreten. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Stiftung.

    Diskussionsthema zum Artikel: Sascha Hildmann: "Erwartungshaltung war insgesamt sehr hoch"


    Sascha Hildmann: "Erwartungshaltung war insgesamt sehr hoch"



    Drei Fragen, drei Antworten: Im heutigen Dreierpack spricht Sascha Hildmann über seine Zeit beim FCK, damalige Turbulenzen im Verein und seine sportlichen Ambitionen als Trainer.


    Auf dem Betzenberg ist der Name ‚Sascha Hildmann‘ jedem ein Begriff. Schon ab 1985 stand der gebürtige Lautrer im Jugendbereich der Roten Teufeln unter Vertrag, ehe er nach einem einsatzlosen Jahr im Profikader der Saison 1994/95 für ein halbes Jahr zum 1. FC Saarbrücken wechselte. Dennoch zog es ihn erneut zurück nach Kaiserslautern, woraufhin Sascha Hildmann von 1996 bis 2000 über 100 Spiele für die Amateurmannschaft des FCK absolvierte. 2018 übernahm der heute 50-Jährige dann das Amt des Cheftrainers und startete gemeinsam mit dem 1. FC Kaiserslautern in die erste Drittliga-Saison der Vereinsgeschichte. Doch ein Jahr später - nur wenige Spieltage nach Saisonbeginn musste er im September 2019 seinen Posten räumen. Drei Monate nach seiner Freistellung beim FCK wurde Hildmann Cheftrainer beim damaligen Drittligisten Preußen Münster, mit dem er zurzeit den Aufstieg aus der Regionalliga-West, zurück in die 3. Liga, anstrebt. Sowohl in Münster als auch in seiner Heimatstadt Kaiserslautern, in der Hildmann noch heute lebt, fühlt er sich wohl.

    „Erwartungshaltung war immens groß“


    Treffpunkt Betze: Herr Hildmann, als gebürtiger Lautrer und zugleich ehemaliger Trainer des FCK haben Sie in Ihrer Zeit auf dem Betzenberg viel Sympathie bei den Fans und dem gesamten Umfeld gesammelt. Wie schauen Sie drei Jahre später auf diese Zeit zurück? Und welche Momente sind Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben?


    Sascha Hildmann: Ich meine, ich lebe ja in dieser Stadt, bin ständig damit konfrontiert und werde auch immer wieder von den Leuten angesprochen. Es war eine sehr, sehr harte und intensive Zeit für mich, weil der Verein wirklich nicht gut dastand und große finanzielle Probleme hatte. Viele Einflüsse von außen musste ich erleben. Die Erwartungshaltung war immens groß und wir haben dann leider feststellen müssen, dass die Mannschaft nicht die Qualität hatte, um diesen Aufstieg dann auch zu realisieren. Besondere Momente waren für mich ganz klar die Derbys gegen den KSC und das Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim. Und natürlich auch der 2:0 Sieg gegen Mainz 05 im DFB-Pokal. So eine Stimmung werde ich nicht vergessen – das war altes Betze-Feeling. Das war richtig schön.

    „Musste mich an allen Ecken und Enden wehren“


    Treffpunkt Betze: Sie sprechen die unruhigen Zeiten bereits an. Ihre Arbeit dürfte von all den Turbulenzen nicht unbeeinträchtigt geblieben sein. Hat diese Zeit ihr Verhältnis zum FCK verändert? Und welche Schlüsse haben Sie daraus ziehen können?


    Sascha Hildmann: Es hat mein Verhältnis zum FCK überhaupt nicht verändert, weil das damals alles sehr aufregend und teilweise auch hektisch war. Es herrschte von allen Seiten viel Nervosität. Auf einmal wollte jeder mitreden und auf einmal kam jeder um die Ecke und wusste etwas besser. Es war für mich schon so, dass ich mich da an allen Ecken und Enden wehren musste. Wir haben kurz vor meiner Entlassung mit 5:3 in Zwickau gewonnen, haben zu Hause 1:1 gespielt und in Meppen dann sechs Gegentreffer kassiert. Das war sehr überraschend für mich, aber wenn ich heutige Ergebnisse betrachte, sehe ich, dass das nun mal im Fußball so passiert. Solche Ergebnisse kommen immer mal wieder vor und manchmal entwickeln sich solche Dinge. Aber damals war es so, die Leute im Verein waren sehr nervös und hektisch. Leider musste ich dann gehen, weil die Erwartungshaltung insgesamt sehr hoch war.

    „Wir wollen aufsteigen“


    Treffpunkt Betze: Preußen Münster trainieren Sie im Dezember seit drei Jahren. Allerdings vorwiegend in der Regionalliga. Wie steht es da um Ihre persönlichen Ambitionen als Trainer? Gibt es Vereine oder Ligen, in denen Sie sich ein Engagement vorstellen könnten? Oder ist gar eine Rückkehr zum 1. FC Kaiserslautern – eventuell auch in anderer Funktion – vorstellbar?


    Sascha Hildmann: Ja, zurück zum FCK wäre natürlich auch in anderer Funktion grundsätzlich vorstellbar. Aber in erster Linie bin ich jetzt Trainer bei Preußen Münster. Ich fühle mich dort sehr wohl und genieße ein sehr hohes Vertrauen, sowohl von Seiten des Sportdirektors als auch aus den Gremien. Wir haben letztes Jahr eine erfolgreiche Saison gespielt, haben 87 Punkte in der Regionalliga geholt und sind letztlich aufgrund von drei Toren nicht aufgestiegen. Momentan sind wir wieder Tabellenerster. Wir wollen schon aufsteigen, das ist Fakt. Wir wollen jetzt unbedingt wieder hoch in die dritte Liga, da gehört der Verein auch hin – wenn nicht sogar noch eine Liga höher. Ein neues Stadion wird gebaut, es passiert sehr viel in Münster. Es ist eine wunderschöne Stadt, mit sehr angenehmen Menschen. Es macht mir sehr viel Spaß. Und natürlich will ich als Trainer wieder hoch.


    Quelle: Treffpunkt Betze


    [Anm. d. R.: Der 'Dreierpack' erscheint im Zwei-Wochen-Rhythmus, der nächste am 01. Dezember]



    Diskussionsthema zum Artikel: Punkte liegen lassen - Chancenverwertung lässt FCK hadern


    Punkte liegen lassen - Chancenverwertung lässt FCK hadern

    Das Duell gegen den 1. FC Nürnberg endet vor ausverkaufter Kulisse torlos. Gegen vergleichsweise schwache Gäste schaffen es die Roten Teufel nicht, sich zu belohnen.


    Der 1. FC Kaiserslautern macht im Heimspiel gegen den 1. Nürnberg das, was er in dieser Spielzeit schon oft getan hat: Punkte teilen! Das Unentschieden gegen Nürnberg dürfte jedoch eines der Klasse 'ärgerlich' sein. Denn an gefährlichen Torchancen mangelte es den Pfälzern vor allem im zweiten Durchgang nicht. Nicht selten haperte es allerdings in der letzten Konsequenz. Eines ist dennoch hervorzuheben. Die Defensive der Lautrer steht!

    Starke Defenisve, schwache Offensive


    Alles war angerichtet für einen attraktiven Fußball-Nachmittag auf dem heimischen Betzenberg. Rund 47.000 Zuschauer pilgerten am Samstag ins Fritz-Walter-Stadion, um sich das Aufeinandertreffen zweier Traditionsvereine nicht entgehen zu lassen. Der Andrang vor den Toren des Stadions war kurz vor Anpfiff sogar so groß, dass der Anstoß der Partie kurzerhand um zehn Minuten verzögert werden musste. Die anschließende Choreo der Westkurve „Was wär der Betze, wenn wir net wär'n. Die Stütze des Vereins“ war wieder einmal kaum zu überbieten. Doch was die erste Halbzeit sportlich zu bieten hatte, war nicht ganz so spektakulär. Beide Teams standen zunächst sicher in den eigenen Reihen und tasteten sich ab. „Ich glaube, wir standen defensiv sehr gut, haben sehr wenig zugelassen und Nürnberg gefühlt gar nicht ins Spiel kommen lassen“, analyiserte Marlon Ritter nach der Begegnung.


    Im Gegensatz zu den 'Glubberern', die offensiv gar nicht stattfanden, gelang es dem FCK in der ersten Hälfte zumindest kleinere Offensivakzente zu setzen. Trainer Dirk Schuster fasste die ersten fünfundvierzig Minuten folgendermaßen zusammen. „In der ersten Halbzeit haben wir vorne wenig Bälle halten können, haben nach Balleroberungen den Ball relativ schnell wieder hergeschenkt und ein schlampiges Passspiel gehabt, sodass wir da nicht so ansehnlich nach vorne kamen.“ In Durchgang zwei erhöhten die Hausherren ihre Offensivbemühungen zwar deutlich - Zählbares kam dabei dennoch nicht herum. „Schade, dass wir uns selbst nicht belohnt haben, weil wir schon engagierter waren. Insgesamt wären wir der verdiente Sieger geworden, haben uns aber einfach nicht belohnt,“ stellte Stürmer Terrence Boyd nach dem Spiel fest. „Keiner hätte sich beschweren dürfen, wenn wir hier als Sieger vom Platz gehen“, so Boyd weiter. Zu viel "hätte" und zuviel "wenn". Der Ball wollte an diesem Samstagmittag einfach nicht über die Linie.

    Zuck: „Wir haben gefightet und gekämpft“


    Abgesehen von der Chancenverwertung haben die Roten Teufel gegen Nürnberg hauptsächlich in Durchgang zwei ein gutes und aufopferungsvolles Spiel gezeigt, das muss man der Mannschaft lassen. „Wir haben unsere Basis in Sachen Zweikampfstärke, Laufbereitschaft und Wille eingebracht, da kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, resümmierte Cheftrainer Dirk Schuster nach der Partie. Diese Feststellung dürfte im Zusammenhang mit der Gesamtsituation als Aufsteiger aus der dritten Liga entscheidend sein. So lange erkennbar ist, dass die Spieler wollen, kann niemandem ein Vorwurf gemacht werden. Zwar hat es gegen den 'Club' zu keinem Treffer gereicht, dennoch waren gute Ansätze zu sehen, auf denen in den kommenden Wochen bis zum Beginn der Winterpause aufgebaut werden kann und muss.


    Beispielsweise stand die Defensive gegen den FCN so stabil wie schon lange nicht mehr. Die Bilanz gegen die Mittelfranken: Kaiserslautern kassierte weder ein frühes Gegentor noch entstanden brenzlige Situationen im eigenen Sechzehner. Zu verdanken war dies jedoch auch den harmlosen Abschlüssen der Gäste. Gestärkt mit dem Wissen, sich auf die Defensive verlassen zu können, kann der FCK die letzten drei Spieltage nun mutig angehen. Mutig im Sinne der Offensive. Diese Stellschrauben müssen in Vorbereitung auf die kommende Auswärtspartie in Bielefeld justiert werden. „Im Training werden wir natürlich versuchen, verstärkt Abschlüsse in Drucksituationen einzuüben – mit Gegenspieler, ohne Gegenspieler, um wieder eine gewisse Sicherheit vorne vor dem Tor zu bekommen. Das wird zumindest ein Teil der kommenden Trainingswoche sein“, so Schuster, der die Mängel der enorm defensivorientierten Spielweise erkannt zu haben scheint. Die Arminia aus Bielefeld ist nach ihrer Niederlage gegen Greuther Fürth auf den letzten Tabellenrang abgerutscht. Es ist daher fraglich, ob die Lautrer als Underdog in die Partie gehen sollten. Die Formkurve der Bielefelder sollte zumindest ein zusätzlicher Ansporn sein, auf der Alm das Maximale herauszuholen.

    Die Hälfte vom Ziel ist erreicht


    Durch das Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg hat der FCK nun exakt 20 von 40 Punkten, dem allen entscheidenen Saisonziel, erreicht. Das kann sich als Aufsteiger sehen lassen. Trainer Schuster sieht darin aber keinen Grund, es jetzt „locker“ angehen zu lassen. „Wir haben jetzt 20 Punkte, darauf werden wir uns allerdings nicht ausruhen.“ Auch Terrence Boyd haute in die gleiche Kerbe. „Darauf bauen wir auf, da machen wir weiter“. Weiter geht es für die Roten Teufel im Hinrundenendspurt zunächst gegen Bielefeld, dann in der englischen Woche gegen den Karlsruher SC und Fortuna Düsseldorf. Einer freut sich besonders darauf. „Als Fußballer freut man sich auf die englische Woche. Man hat wenig Training und ein Spiel nach dem anderen. In so einer Phase kannst du schon einen Schritt nach vorne machen und das ist auf jeden Fall unser Ziel“, blickt Marlon Ritter nach vorne. Der Trainer wiederum denkt wie gewohnt nur von Spiel zu Spiel: „Wir konzentrieren uns jetzt ausschließlich auf das Spiel in Bielefeld. Wir wollen in jedem Spiel eine gute Leistung abliefern und das Maximale an Punkten mitnehmen.“ In diesen letzten Spielen wird sich die Mannschaft mit Sicherheit die Aussage des Tages vom Philosophen Hendrick Zuck zu Herzen nehmen. „Das Wichtigste ist immer, wenn die Null steht, kannst du nicht verlieren.“


    Quelle: Treffpunkt Betze