Ich gebe dir bei fast allem Recht was du schreibst, daher geh ich nur auf einen Punkt ein.
Einerseits sind wir zu schlecht für die Spitzengruppe, aber dennoch soll das Ziel nächste Saison Aufstieg lauten? Das passt für mich nicht zusammen. Nicht mit diesem Trainer, nicht mit dieser Einstellung die diese Truppe regelmäßig an den Tag legt, nicht mit dieser Abwehr...
Um oben mitzuspielen braucht es auch einfach mehr Geld... Wenn man jetzt mal Elversberg und Darmstadt ausblendet haben die anderen 4 Mannschaften vor uns ganz andere Spielergehälter zu stemmen als wir.
Für mich kann es unter den aktuellen Voraussetzungen nur das Ziel "oben dran bleiben und hoffen" geben, für mehr reicht es nicht.
1. Was ist ein realistisches Ziel?
Für mich kann das Ziel unter den aktuellen Voraussetzungen eigentlich nur heißen: „Oben dranbleiben und hoffen“. Aber unter uns: Was ist das für ein Ziel? Wie will man das messen? Bist du „oben dran“, wenn du am Ende 10. wirst, aber nur drei Punkte Rückstand auf Platz 3 hast? Oder wenn du 4. wirst, aber 15 Punkte Rückstand hast? Der Verein will sich Jahr für Jahr verbessern (also besser als Platz 7 abschneiden). Da müssen wir irgendwann den Mut haben, das Ziel klar zu definieren.
2. Die Trainer- und Systemfrage
Ich kann ehrlich gesagt nicht mal abschließend bewerten, ob unser Kader keinen besseren Fußball hergibt, oder ob der Trainer ihn einfach nicht vermitteln kann. Schaut euch mal Magdeburg unter Titz an: Auf einem Abstiegsplatz in Liga 3 übernommen und rasant einen Ballbesitzfußball etabliert. Mir kann keiner erzählen, dass die Magdeburger Drittliga-Spieler damals individuell besser waren als unsere aktuelle FCK-Mannschaft.
3. Das Personal in der Abwehr
Oft wird unsere Abwehr kritisiert, weil wir zu viele Gegentore bekommen. Aber sind wir ehrlich: Das ist von den Einzelspielern her keine schlechte Defensive! Ein Kim oder Rasmussen haben bei Topklubs gespielt (teils als Stammspieler) und ein Sirch steht bei Bundesligisten auf dem Zettel. Die individuelle Qualität ist da, es mangelt an der Umsetzung im Kollektiv.
4. Die brutale Konkurrenz im nächsten Jahr
Wenn wir über den Aufstieg reden, müssen wir uns ansehen, wer nächstes Jahr mit uns in der Liga spielt.
- Die ambitionierten Zweitligisten: Hannover, Darmstadt und Hertha haben das Ziel Aufstieg bereits ausgerufen. Der KSC feuert seinen Trainer – die wollen also wohl auch hoch (auch wenn ich den Rauswurf dort null verstehe).
- Die Bundesliga-Absteiger: Je nachdem, wen es erwischt (Wolfsburg, Köln, Gladbach oder Union), wollen die direkt wieder hoch.
Klar, nicht alle diese Mannschaften werden automatisch oben mitmischen. Das wäre unsere Chance. Aber diese Chance können wir nur nutzen, wenn wir uns fußballerisch weiterentwickeln und nächste Saison nicht wieder nur auf Spielglück angewiesen sind.